TradingKey – Während der asiatischen Handelsphase am 31. Juli eröffnete der Nikkei 225 Index im Plus und tendierte weiter aufwärts. Dabei weiteten sich seine Intraday-Gewinne kontinuierlich aus, sodass er kurzzeitig die Marke von 65.000 Punkten durchbrach und im Tagesverlauf um über 3.000 Punkte zulegte. Bei Redaktionsschluss notierte der Nikkei 225 Index bei 64.572,03 Punkten, ein Plus von 4,37 %,

[Quelle: TradingView]
Die SoftBank Group gehörte heute zu den herausragenden Performern; ihre Aktien schnellten um 15,14 % auf 5.322 Yen (ca. 37,39 US-Dollar) nach oben und schlossen auf dem Tageslimit. Auch der Marktführer bei Halbleitertestgeräten, Advantest, zeigte eine starke Performance, wobei der Aktienkurs zeitweise um bis zu 18 % in die Höhe schoss und das Tageslimit erreichte; Tokyo Electron legte im Intraday-Hoch um über 11 % zu. Bei Redaktionsschluss verzeichnete Advantest ein Plus von 16,95 %, während Tokyo Electron um 8,13 % stieg.

[Quelle: TradingView]
Der direkte Katalysator für diese Rally kam von den US-Aktien über Nacht. Am 30. Juli Ortszeit meldeten Microsoft ( MSFT) und andere Cloud-Computing-Riesen Quartalsergebnisse, die die Erwartungen übertrafen, was das Vertrauen des Marktes in die langfristigen Investitionsaussichten von künstlicher Intelligenz neu entfachte. Der Philadelphia Semiconductor Index kletterte an einem einzigen Tag um über 8 %, und der Speicherchip-Sektor verzeichnete einen breiten Ausbruch. SanDisk ( SNDK) stieg um rund 26 %, während Micron Technology ( MU) um über 18 % zulegte.
Auch südkoreanische Aktien erholten sich heute. Der südkoreanische Composite Stock Price Index verzeichnete im Tagesverlauf einen Sprung von über 16 % und markierte damit den größten Intraday-Anstieg an einem einzelnen Tag in seiner Geschichte. Die Gewinne von SK Hynix weiteten sich zeitweise auf 29 % aus, und Samsung Electronics stieg um über 25 %.
Unterdessen richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die bevorstehende Zinsentscheidung der Bank of Japan. Als Reaktion auf den importierten Inflationsdruck, der durch die anhaltende Schwäche des Yen ausgelöst wurde, führte das japanische Finanzministerium in der Nacht des 30. Juli eine direkte Intervention („Yen kaufen, Dollar verkaufen“) auf dem New Yorker Devisenmarkt durch, wobei der Yen gegenüber dem US-Dollar kurzzeitig um rund 2 % zulegte.
Theoretisch übt eine rasche Aufwertung des Yen Wechselkursdruck auf exportorientierte Unternehmen aus. Angetrieben von den Spillover-Effekten des nächtlichen Höhenflugs der US-Tech-Aktien legte der Nikkei 225 Index heute dennoch um mehr als 4 % zu, was die starke Anziehungskraft der KI-Computing-Kette auf den asiatisch-pazifischen Halbleitersektor unterstreicht.