Das Währungspaar AUD/JPY baut auf der guten Erholung des Vortags von Niveaus unter 111,00 bzw. dem niedrigsten Stand seit dem 7. April auf und gewinnt während der asiatischen Sitzung am Freitag deutlich an positiver Dynamik. Die Spotpreise halten sich nach der Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) bei Intraday-Gewinnen in der Nähe der Marke von 113,00 und scheinen vorerst eine dreitägige Verlustserie beendet zu haben.
Wie weithin erwartet, ließ die BoJ den kurzfristigen Zinssatz nach Abschluss der geldpolitischen Sitzung im Juli unverändert bei 1,00%. Darüber hinaus hob die Zentralbank ihre Prognose für das reale BIP im Geschäftsjahr 2026 auf +0,6% gegenüber zuvor +0,5% an, während sie die Kern-CPI-Schätzungen für FY2026 im April von +2,8% auf +2,5% senkte. Die BoJ verwies auf den Konflikt im Nahen Osten als etwas, das sie wegen möglicher Auswirkungen auf Wirtschaft und Preise genau beobachten müsse, was den japanischen Yen (JPY) weiterhin belastet.
Unterdessen bleiben die Finanzierungskosten in Japan im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften, einschließlich Australien, deutlich niedriger. Die breite Zinsdifferenz hält wiederum den sogenannten JPY-Carry-Trade aktiv, was als weiterer Faktor gilt, der dem Währungspaar AUD/JPY etwas Unterstützung bietet. Die Intraday-Aufwärtsbewegung scheint von den enttäuschenden offiziellen chinesischen PMIs unbeeindruckt zu sein, wobei die Bullen eine vermutete offizielle Intervention Japans am Donnerstag zur Stützung der heimischen Währung ignorieren.
Dennoch liegen die Spotpreise weiterhin auf Kurs, erstmals seit fünf Wochen Verluste zu verzeichnen, obwohl der fundamentale Hintergrund die Argumente für eine weitere intraday Aufwärtsbewegung stützt. Der Markt richtet seinen Fokus nun auf die geldpolitische Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) am 11. August. Mit Blick auf das wichtige Ereignisrisiko der Zentralbank könnten sinkende Chancen auf eine sofortige Zinserhöhung durch die RBA bullische Händler davon abhalten, neue Wetten auf das Währungspaar AUD/JPY einzugehen.
Analysten der Deutschen Bank heben hervor, dass der jüngste Inflationswert etwas Druck aus der Argumentation für eine weitere geldpolitische Straffung durch die RBA genommen hat. Sie weisen darauf hin, dass die jährliche Kerninflation "von +3,5% auf +3,6% gestiegen ist, aber unter der Konsensschätzung von +3,7% blieb, was die Dringlichkeit zusätzlicher Zinserhöhungen verringert, nachdem die RBA die Zinsen in diesem Jahr bereits dreimal angehoben hat." Ihrer Ansicht nach verstärkt die Kombination aus nur einem marginalen Anstieg der Kernpreise und einem Verfehlen der Erwartungen das Gefühl, dass sich die Zentralbank nach einem bereits aggressiven Straffungszyklus eine Pause leisten kann.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.13% | 0.11% | 0.71% | 0.06% | 0.03% | 0.16% | 0.22% | |
| EUR | -0.13% | -0.03% | 0.59% | -0.07% | -0.09% | 0.04% | 0.09% | |
| GBP | -0.11% | 0.03% | 0.61% | -0.04% | -0.08% | 0.05% | 0.12% | |
| JPY | -0.71% | -0.59% | -0.61% | -0.61% | -0.64% | -0.53% | -0.46% | |
| CAD | -0.06% | 0.07% | 0.04% | 0.61% | -0.03% | 0.10% | 0.17% | |
| AUD | -0.03% | 0.09% | 0.08% | 0.64% | 0.03% | 0.11% | 0.18% | |
| NZD | -0.16% | -0.04% | -0.05% | 0.53% | -0.10% | -0.11% | 0.08% | |
| CHF | -0.22% | -0.09% | -0.12% | 0.46% | -0.17% | -0.18% | -0.08% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.