USD/JPY steigt nach zwei Verlusttagen und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag um 160,80. Das Währungspaar setzt seine Aufwertung fort, da der japanische Yen (JPY) nach der Entscheidung der Bank of Japan (BoJ), ihren kurzfristigen Zinssatz unverändert bei 1,00% zu belassen, schwächer wird.
Das Ergebnis der zweitägigen geldpolitischen Überprüfung, das den Markterwartungen entsprach, wurde mit 8:1 Stimmen beschlossen. Vorstandsmitglied Hajime Takata war der einzige Gegenstimme und sprach sich für eine weitere Zinserhöhung aus, da die Entscheidungsträger mögliche Aufwärtsrisiken für die Inflation abwägten, die durch nachfragebedingten Druck im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten ausgelöst werden.
Unterdessen bekräftigte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Finanzbehörden jederzeit bereit seien, am Devisenmarkt einzugreifen, und betonte die laufende Abstimmung mit den Vereinigten Staaten in Bezug auf Währungsbewegungen.
Strategen bei Scotiabank heben eine bemerkenswerte Veränderung in der offiziellen Rhetorik hervor und stellen fest, dass sich die jüngsten Äußerungen des japanischen Finanzministeriums von einer expliziten Verteidigung des Devisenmarkts entfernt haben. Sie merken an, dass sich die "Äußerungen des MoF von interventionsbezogenen Drohungen hin zu wachstumsorientierten Steuersenkungen verschoben haben", was einen politischen Ton unterstreicht, der offenbar stärker auf die Stützung der Binnenwirtschaft als auf direkte verbale Interventionen zugunsten des Yen ausgerichtet ist.
Das Paar USD/JPY könnte schon bald Gegenwind bekommen, da die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) mit nachlassenden geopolitischen Spannungen abkühlt. Die globale Risikostimmung hat sich nach positiven diplomatischen Durchbrüchen verbessert, darunter fortschreitende Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Sicherung der Stabilität in der Straße von Hormus. Zudem kündigte US-Präsident Donald Trump ein historisches Abkommen an, das die Entwaffnung der Hamas und den Abzug israelischer Truppen aus Gaza vorsieht, ein von hochrangigen Hamas-Vertretern bestätigter Meilenstein, der die Marktängste weiter gemildert hat.
Die Bank of Japan (BoJ) gibt ihre Zinsentscheidung nach jeder der acht regulär angesetzten Sitzungen im Jahr bekannt. In der Regel wirkt sich eine zinserhöhende, also „hawkische“, Haltung der BoJ gegenüber dem Inflationsausblick positiv auf den japanischen Yen (JPY) aus. Umgekehrt ist eine „dovische“ Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, bei der die Zinsen gleich bleiben oder gesenkt werden, meist negativ für den Yen.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Fr Juli 31, 2026 03:11
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Quelle: Bank of Japan