Der Silberpreis (XAG/USD) fällt im asiatischen Handel am Freitag um fast 1% auf nahe 58,40 USD. Das weiße Metall steht unter Verkaufsdruck, da der US-Dollar (USD) leicht zulegt und versucht, seine dreitägige Verlustserie zu beenden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, 0,23% höher bei nahe 100,20.
Aus technischer Sicht macht ein höherer US-Dollar den Silberpreis für Anleger zu einem ungünstigen Chance-Risiko-Verhältnis.
Der Silberpreis könnte sich jedoch erholen, da der Ausblick für den US-Dollar nach der geldpolitischen Ankündigung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch anfällig geworden ist, in der sie die Zinssätze unverändert ließ und sich zu einer Politik ohne Forward Guidance verpflichtete.
Strategen bei Brown Brothers Harriman weisen darauf hin, dass der USD aus zwei Gründen „stark gefallen“ sei. Sie erklären, dass sich die Märkte erstens von den verbleibenden 30% Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli gelöst hätten und Fed-Chef Kevin Warsh zweitens „es nicht geschafft habe, eine harte Inflationsrhetorik in eine glaubwürdige Politik zu übersetzen“. BBH warnt, dass Warsh „sich nun in einem folgenreichen Kampf mit den Märkten wiederfinden könnte, der die langfristigen Renditen weiter steigen, den Dollar schwächen und die Fed zu einer schmerzhafteren Reaktion zwingen könnte“.
Erhöhte Ölpreise aufgrund des eingeschränkten globalen Energieangebots inmitten der anhaltenden militärischen Aggression zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran dürften das Aufwärtspotenzial des Silberpreises begrenzen.
Höhere Ölpreise erhöhen die globalen Inflationserwartungen, was die Zentralbanken dazu zwingt, die geldpolitischen Bedingungen zu straffen. Ein solches Szenario ist für nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Silber ungünstig.

XAG/USD notiert niedriger bei rund 58,36 USD und behält damit einen kurzfristig bärischen Ton bei, da es unter dem 20-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 58,91 USD bleibt. Die Positionierung unterhalb dieses kurzfristigen Trendindikators deutet darauf hin, dass Erholungen vorerst nur korrektiv bleiben, während der Relative Strength Index (RSI) um 46 im neutralen Bereich verharrt und eher auf ein gedämpftes Abwärtsmomentum als auf einen klar überverkauften Zustand hindeutet.
Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 58,91 USD definiert; ein Tagesschluss über diesem Niveau wäre erforderlich, um die aktuelle bärische Tendenz zu mildern und den Weg für eine tiefere Erholung zu öffnen. Nach oben wäre das nächste Widerstandsniveau das Hoch vom 22. Juli bei 60,94 USD.
Auf der Unterseite sind das Tief vom 28. Juli bei 56,64 USD und das Tief vom 17. Juli bei 54,77 USD wichtige Unterstützungsniveaus.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.