TradingKey - Die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte sind zur Eröffnung eingebrochen. Dabei verlor der KOSPI-Index über 6 %, der Nikkei 225 rutschte erneut unter die Marke von 70.000 Punkten, Kioxia stürzte um 10 % ab und sowohl Samsung Electronics als auch SK Hynix gaben um rund 7 % nach.
Während des asiatischen Handels am 2. Juli erlebten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte einen plötzlichen Einbruch; sie eröffneten im Minus und gaben im Verlauf weiter nach. Der südkoreanische KOSPI brach dabei um 6,43 % ein, verlor die Marke von 8.000 Punkten und notierte vorübergehend bei 7.769,20 Punkten, was einem neuen Tiefstand der letzten zwei Wochen entspricht. Der Nikkei 225 eröffnete unter 70.000 Punkten und fiel um rund 2 % auf vorübergehend 69.140,45 Punkte.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Bei den Einzelwerten brachen die Schwergewichte kollektiv ein. SK Hynix fiel deutlich um 7,5 % auf vorübergehend 2.368.000 KRW; Samsung Electronics verlor 6,84 % und notierte vorübergehend bei 293.000 KRW; Kioxia stürzte um 10 % ab, rutschte unter die Marke von 80.000 JPY und notierte vorübergehend bei 79.080 JPY, was den niedrigsten Stand seit dem 11. Juni markiert; SoftBank fiel um 2,55 %, verlor erneut die Marke von 6.000 JPY und notierte vorübergehend bei 5.847 JPY.
Kioxia-Aktienkurs-Chart, Quelle: TradingView
Die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte erlitten heute direkt zur Eröffnung einen verheerenden Einbruch. Hauptursache war ein doppelter Schlag aus massiven negativen Nachrichten von den europäischen und amerikanischen Makromärkten über Nacht sowie geopolitischen Spannungen. Über Nacht nahmen die US-Aktienmärkte eine dramatische Wendung zum Schlechteren, wobei alle drei Hauptindizes nachgaben. Erschwerend kam hinzu, dass der Philadelphia Semiconductor Index (SOX), ein Wegweiser für japanische und südkoreanische Tech-Aktien, um über 6 % einbrach.
Darüber hinaus warnte der Fed-Vorsitzende Warsh in seiner jüngsten Rede deutlich, dass „das aktuelle Inflationsniveau weiterhin zu hoch ist“, was den Markterwartungen bezüglich Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte erneut einen schweren Dämpfer versetzte. Dies löste einen massiven Ausverkauf bei hoch bewerteten Chip-Aktien und im Bereich der KI-Infrastruktur aus, was die heute stark technologiegewichteten japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte direkt mit sich riss.