Irans Außenminister Abbas Araghchi wies die Drohung einer neuen Runde US-amerikanischer Wirtschaftssanktionen als „verzweifelten“ Schachzug zurück und sagte, die erwarteten neuen Maßnahmen würden Teheran nicht besiegen, berichtete Reuters am Sonntag.
In der vergangenen Woche kündigte US-Präsident Donald Trump eine neue Kampagne an, um den Druck auf die iranische Wirtschaft zu erhöhen, und bezeichnete sie als „die vernichtendste Wirtschaftsoperation, die jemals gegen ein Land unternommen wurde“. Der US-Finanzminister Scott Bessent wird voraussichtlich am Montag weitere strafende wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran ankündigen.
Unterdessen erklärte China, es unterstütze weiterhin eine diplomatische Beendigung des US-Iran-Kriegs, in einer verspäteten Erklärung, die kurz vor der geplanten Vorstellung von Maßnahmen durch die USA veröffentlicht wurde, mit denen Teherans Wirtschaftspartner bestraft werden sollen.
Vizeaußenminister Miao Deyu sagte: „China beobachtet die Lage im Nahen Osten genau und setzt sich aktiv für die Förderung von Friedensgesprächen ein.“
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.