Die mexikanische Währung legt auf Niveaus zu, die zuletzt im Mai 2024 gesehen wurden, da USD/MXN auf ein Zweijahrestief fällt, während der US-Dollar einbricht, obwohl sich die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor verbessert hat. Das exotische Paar notiert bei 16,92, 0,22% niedriger für die Woche und 0,50% niedriger für die Woche.
Am Freitag verbesserte sich die Stimmung und wirkte als Rückenwind für die Währung aus den Schwellenländern, die zudem durch den Carry-Trade unterstützt wird, aufgrund eines Zinsdifferentials von 275 Basispunkten zugunsten des mexikanischen Peso gegenüber dem Greenback. Letzterer beendete den Tag laut dem US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des Buck gegenüber sechs entwickelten Währungen misst, unverändert bei 98,84, lag aber für die Woche mehr als 0,80% im Minus.
Die mexikanischen Einzelhandelsumsätze blieben hinter den Erwartungen eines Anstiegs von 0,1% zurück, sanken im Juni um -0,2% MoM und verbesserten sich damit gegenüber dem Rückgang von -0,6% im Mai. In den zwölf Monaten bis Juni stiegen die Umsätze von 1,6% auf 2,7%, verfehlten jedoch die Prognosen eines Anstiegs von 3,1%.
Am Donnerstag zeigten die Protokolle der Bank von Mexiko (Banxico), dass sie trotz der Erkenntnis, dass die Inflationsrisiken nach oben gerichtet sind, bei den Zinsen vorsichtig bleibt. Der Vorstand der Banxico erklärte, dass der aktuelle geldpolitische Kurs angemessen sei, und merkte an, dass eine "Eskalation des Konflikts im Nahen Osten die globale Wirtschaftstätigkeit negativ beeinflussen könnte."
In den USA verbesserte sich die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor laut S&P Global im August und übertraf die Erwartungen deutlich. Allerdings verlangsamte sich die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe, obwohl sie weiterhin moderat expandierte. Der Bericht zeigte, dass die Fabrikpreise unter dem Druck des US-Iran-Kriegs stehen, der die Rohstoffströme stört und die Energiepreise nach oben treibt.
Geopolitik zieht die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich. Der iranische Präsident sagte, es sei an der Zeit, den Krieg zu beenden, doch der Kommandeur der iranischen Marine warnte separat, dass dem Feind eine "historische Lektion" bevorstehe.
In der kommenden Woche stehen auf dem mexikanischen Wirtschaftskalender Inflationsdaten für die erste Augusthälfte, das BIP für das zweite Quartal und die Leistungsbilanz an. In den USA richten Händler ihren Blick auf die Ankündigung iranischer Sanktionen durch Finanzminister Bessent am Montag, den US-PCE-Bericht, die vorläufigen BLS-Benchmark-Revisionen und Fed-Chef Warsh in Jackson Hole.
Im Tages-Chart notiert USD/MXN bei 16,9206, setzt den Rückgang unterhalb der jüngsten Handelsspanne fort und behält damit eine kurzfristig rückläufige Tendenz bei. Der Spotkurs bleibt unter dem Cluster der Simple Moving Averages (SMA), wobei der jüngste Dreifach-SMA-Wert bei rund 17,3393 als Widerstand von oben wirkt, während eine nähere fallende Widerstandstrendlinie von 18,1651 bei etwa 17,0838 verläuft und die Begrenzung von Erholungen verstärkt. Der Relative Strength Index (14) bei 27,3 rutscht in überverkauftes Terrain, was auf überdehnte Abwärtsbedingungen hindeutet, aber noch keine klare Erholung signalisiert.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der fallenden Widerstandstrendlinie von 18,1651 nahe 17,0838, vor der Dreifach-SMA-Barriere um 17,3393, während eine breitere fallende Widerstandslinie, die von 21,0808 aus gezogen wurde, deutlich höher bei rund 18,1200 verläuft und eine weiter entfernte Hürde markiert. Da unter dem aktuellen Preis keine nahe Unterstützung durch gleitende Durchschnitte oder Trendlinien definiert ist, dürfte jeder Anstieg aus dem Bereich um 16,90 eher korrektiv sein, sofern das Paar nicht den Bereich um 17,0838 zurückerobern und anschließend das SMA-Cluster um 17,3393 testen kann.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.