Ripple (XRP) ist am Mittwoch unter die wichtige Marke von 1,00 Dollar gefallen, während Anleger die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten abwägen. Der Token befindet sich bereits seit einem Großteil des Jahres in einem Abwärtstrend. Bleibt eine nachhaltige Erholung aus, dürften Kurse unterhalb von 1,00 Dollar auch den Handel in dieser Woche prägen.
Ripple hat am Montag eine strategische Partnerschaft mit der Jeonbuk Bank angekündigt. Damit will das Unternehmen den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in Korea ausbauen und seine Expansion in der Region weiter vorantreiben.
Der Anbieter blockchainbasierter Unternehmenslösungen teilte mit, dass die Zusammenarbeit die Abwicklung von Transaktionen auf nahezu Echtzeit verkürzen soll. Davon könnten insbesondere Unternehmen profitieren, die bislang auf zwischengeschaltete Banken innerhalb des SWIFT-Systems angewiesen sind.
Die Jeonbuk Bank ist die erste Geschäftsbank in Korea, die Ripple Payments einsetzt. Damit setzt Ripple seine Expansionsbemühungen im koreanischen Markt fort.
„Die Jeonbuk Bank kann ihren internationalen Geschäftskunden nun schnellere, transparentere und kostengünstigere Überweisungsdienste anbieten, darunter Import- und Exportunternehmen, IT-Start-ups und Ersteller von Online-Inhalten“, erklärte Ripple in der Mitteilung.
XRP notiert leicht unter der Marke von 1,00 Dollar und bleibt kurzfristig technisch angeschlagen. Der Kurs liegt unter den exponentiellen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage. Zudem bewegt sich XRP weiterhin unterhalb der fallenden Widerstandslinie, die derzeit bei rund 1,06 Dollar verläuft. Der MACD-Indikator bleibt leicht negativ, während der RSI mit einem Wert von 36 auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet.

Der erste Widerstand wartet an der fallenden Trendlinie bei rund 1,06 Dollar, dicht gefolgt vom 50-Tage-EMA bei 1,07 Dollar. Beide Marken bilden zunächst eine Hürde, bevor der deutlich wichtigere 100-Tage-EMA bei 1,16 Dollar und der 200-Tage-EMA bei 1,35 Dollar in den Fokus rücken. Da sich im Tageschart derzeit keine klaren strukturellen Unterstützungen abzeichnen, bleibt XRP anfällig für weitere Verluste, solange der Kurs unterhalb dieser gebündelten EMA-Widerstandszone verharrt. Für eine Erholung müsste XRP zunächst die Trendlinie und den Bereich um den 50-Tage-EMA zurückerobern, um das kurzfristig negative Chartbild aufzuhellen.