Analysten von TD Securities verweisen darauf, dass das vom Conference Board erhobene Verbrauchervertrauen in den USA im Mai nur leicht nachgegeben hat und sich weiterhin besser entwickelt als andere Stimmungsindikatoren. Zugleich warnen sie jedoch, dass der anhaltende Konflikt im Iran sowie hohe Benzinpreise die Konsumlaune in den kommenden Monaten belasten dürften. Details der Umfrage zeigten schwächere Kaufabsichten, eine eingetrübte Einschätzung des Arbeitsmarktes sowie eine stärkere Fokussierung der Befragten auf Preise, Öl und geopolitische Risiken.
„Das Verbrauchervertrauen setzt seine Reihe positiver Überraschungen fort und fiel im Mai nur leicht auf 93,1 Punkte nach revidierten 93,8 Punkten im April (TD: 90,5; Konsens: 92,0). Der vom Conference Board erhobene Indikator hat sich in den vergangenen Monaten von den Umfragen der University of Michigan und Morning Consult abgekoppelt. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Verbrauchervertrauen im weiteren Verlauf nachgeben dürfte, sofern der Konflikt mit Iran anhält und die Benzinpreise hoch bleiben.“
„Die Einschätzung der Verbraucher zum Arbeitsmarkt setzte im Mai ihren Abwärtstrend fort. Die sogenannte Arbeitsmarkt-Differenz fiel auf 6,9 Punkte. Das deckt sich auch mit den rückläufigen Erwartungen zur Jobsuche in der Umfrage der New Yorker Fed.“
„Die Kaufabsichten der Verbraucher gingen im Bericht zurück, während die Inflationserwartungen hoch blieben. Trotz des vergleichsweise moderaten Rückgangs der Gesamtstimmung spüren die Verbraucher die Auswirkungen des Iran-Schocks.“
„Nach Angaben des Conference Board überwogen bei den frei formulierten Antworten der Verbraucher zu den Einflussfaktoren auf die Wirtschaft auch im Mai pessimistische Einschätzungen. Hinweise auf Preise sowie Öl und Gas nahmen den zweiten Monat in Folge zu, während Erwähnungen von Krieg, Geopolitik und Konflikten auf hohem Niveau blieben. Dies dürfte auf die Sorgen der Verbraucher über die inflationären Folgen des Kriegs im Nahen Osten für ihre privaten Finanzen hindeuten.“