Das Währungspaar EUR/JPY verliert am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung an Dynamik und nähert sich der Marke von 185,10. Eskalationen im US-Iran-Konflikt stärken sichere Häfen wie den japanischen Yen (JPY) und wirken als Gegenwind für das Währungspaar.
CNN berichtete am Donnerstag, dass die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) einen Angriff auf einen amerikanischen Stützpunkt gestartet hat, den sie als Ursprung der US-Schläge auf iranische Ziele wenige Stunden zuvor bezeichneten. Die US-Angriffe richteten sich gegen iranische Drohnen und eine Abschussstelle in der Nähe der Straße von Hormus.
Die Marktteilnehmer werden den Verbraucherpreisindex (VPI) für Tokio im Mai im Auge behalten, der am Freitag veröffentlicht wird. Sollte der Tokio-VPI schwächer als erwartet ausfallen, könnte dies den japanischen Yen gegenüber dem Euro (EUR) kurzfristig belasten.
Im Tages-Chart zeigt EUR/JPY eine leichte bullische Tendenz, da das Paar über dem 100-Tage Simple Moving Average und der mittleren Linie der Bollinger-Bänder bei rund 184,71 notiert, was den übergeordneten Aufwärtstrend stützt. Der Relative Strength Index (RSI) bewegt sich um 50 und deutet auf eine konsolidierende, aber weiterhin leicht konstruktive Dynamik hin, während der Kurs sich der oberen Bollinger-Band-Linie nähert.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei der oberen Bollinger-Band-Linie um 185,65; ein klarer Ausbruch über diese Marke würde den Weg für eine erneute Ausweitung der Aufwärtsbewegung öffnen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung bei der mittleren Bollinger-Band-Linie nahe 184,70 und dem 100-Tage-SMA bei 184,40 gesehen, wobei die untere Bollinger-Band-Linie bei 183,78 als tiefere Auffangzone bei einer korrigierenden Gegenbewegung dient.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.