Masu von der BoJ warnt, dass der Energie-Schock durch den Iran-Krieg Japan härter treffen könnte als die Ölkrise von 1973

Quelle Fxstreet

Das Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Bank of Japan (BoJ), Kazuyuki Masu, sagte am Donnerstag, dass die Auswirkungen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf die japanische Wirtschaft möglicherweise schwerwiegender sein könnten als die Ölkrise von 1973, ein Risiko, das Aufmerksamkeit erfordert.

Wichtige Zitate

Die Auswirkungen des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energieschocks auf die japanische Wirtschaft könnten ernster sein als der erste Ölschock 1973, ein Risiko, das Aufmerksamkeit verdient.

Steigende Personalkosten, Vertriebskosten und die Auswirkungen des schwachen Yen sind Faktoren, die die Grundlage für Japans Inflation bilden.

Aus langfristiger Perspektive ist der Preis für Lebensmittel im Allgemeinen ein entscheidender Faktor für die zukünftige Inflation.

Da Japan sich nicht mehr in einer Deflationsphase befindet, sollten negative Realzinsen so bald wie möglich angegangen werden.

Mit dem Leitzins nahe dem geschätzten neutralen Niveau muss die BoJ Preise, Beschäftigung und Finanzbedingungen für weitere Schritte genauer beurteilen.

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt der Erstellung liegt das Paar USD/JPY im Tagesverlauf um 0,02 % bei 157,85 im Minus.

Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.

Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.

In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.

Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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