Die Dow Jones-Futures bewegen sich während der europäischen Handelszeiten am Mittwoch kaum um 49.850, vor der regulären US-Eröffnung. Unterdessen steigt der S&P 500 um 0,24 % auf knapp 7.440, und die Nasdaq 100-Futures legen um 0,71 % auf etwa 29.400 zu.
Die US-Aktienfutures zeigen vor den bevorstehenden Daten zum Erzeugerpreisindex (PPI) eine gemischte Entwicklung, die voraussichtlich wichtige Einblicke geben werden, wie sich die wirtschaftlichen Nachwirkungen des Krieges im Iran auf die US-Landschaft auswirken.
Während der regulären US-Handelssitzung am Dienstag legten die Dow Jones-Futures um 0,11 % zu, während der S&P 500 und der Nasdaq Composite um 0,16 % bzw. 0,71 % nachgaben. Die Marktstimmung wurde durch Schwäche bei Technologiewerten nach der Veröffentlichung heißerer als erwarteter US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten belastet, die eine hawkische Stimmung in Bezug auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) verstärkten.
Das Bureau of Labor Statistics berichtete am Dienstag, dass der CPI im April im Monatsvergleich um 0,6 % stieg und die jährliche Inflationsrate auf 3,8 % anhob, den höchsten Stand seit Mai 2023. Der Kern-CPI, der volatile Lebensmittel- und Energiekosten ausschließt, zeigte ebenfalls einen Aufwärtstrend mit einem jährlichen Anstieg von 2,8 %.
Darüber hinaus droht eine mögliche längere Schließung der Straße von Hormus die Ölpreise hoch zu halten, was inflationsbedingte Ängste schürt. Ein solches Szenario erhöht die Wahrscheinlichkeit von „höher für länger“ anhaltenden Fed-Zinsen, was die Marktstimmung dämpft.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.