Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte am Dienstag den Monthly Energy Review. Der Bericht zeigte, dass die USA im Jahr 2025 eine Rekordenergieproduktion erreichten und damit eine Steigerung von 3,4 % gegenüber dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2024 verzeichneten.
Quelle: EIA
„Die Gesamtproduktion wurde durch Rekordhöchststände bei der Produktion von Erdgas, Rohöl, Flüssigkeiten aus Erdgasverarbeitungsanlagen (NGPLs) und erneuerbaren Energien angetrieben. Dies war das vierte Jahr in Folge, in dem die Vereinigten Staaten einen Rekord bei der Gesamtenergieproduktion aufstellten.“
Bezüglich Rohöl erreichte die Produktion einen Rekord von 13,6 Millionen Barrel pro Tag, was einem Anstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die USA haben sich in etwas mehr als einem Jahrzehnt von einem Rohölimporteur zu einem Exporteur von Öl und Derivaten gewandelt. Die Importe bestehen weiterhin, aber die Handelsbilanz ist positiv. Die Rekordproduktion Jahr für Jahr deutet darauf hin, dass der Höhepunkt noch nicht erreicht ist.
Das Szenario wäre perfekt, wenn da nicht der anhaltende Krieg im Nahen Osten wäre. Die Rohölpreise befinden sich auf einem Niveau, das seit 2021 nicht mehr erreicht wurde, was eine bedeutende Quelle inflationsbedingter Sorgen darstellt. Versorgungsunterbrechungen im Persischen Golf haben die Nachfrage nach US-Öl angeheizt, was den Handelsbilanzüberschuss des Landes im Energiebereich vorübergehend steigern könnte, aber langfristig negative Auswirkungen hat. Die offensichtlichste ist die potenzielle Zinserhöhung, die üblicherweise in höheren Kreditkosten resultiert und somit Investitionen verringert, was dem Wachstum schadet.