GBP/USD fällt am Dienstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts auf rund 1,3525 und damit um 0,62 % gegenüber dem Vortag, da der US-Dollar (USD) von erneuter Nachfrage nach stärkeren als erwarteten US-Inflationsdaten und einer vorsichtigeren Marktstimmung profitiert.
Das Bureau of Labor Statistics (BLS) berichtete am Dienstag, dass die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), im April auf 3,8 % im Jahresvergleich von zuvor 3,3 % anstieg und damit über den Markterwartungen von 3,7 % lag. Auf Monatsbasis stieg der Index um 0,6 %, was den Prognosen entsprach. Die Kerninflation stieg auf 2,8 % jährlich von 2,6 % und übertraf damit die Prognose von 2,7 %.
Gleichzeitig zeigten die wöchentlichen ADP-Daten, dass US-Privatarbeitgeber im Durchschnitt 33.000 Arbeitsplätze pro Woche in den vier Wochen bis zum 25. April geschaffen haben, was auf eine leichte Verbesserung der Dynamik am Arbeitsmarkt hinweist.
Die Daten stützen den US-Dollar, da Investoren einschätzen, dass eine anhaltendere Inflation den Federal Reserve (Fed) Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik in den kommenden Monaten einschränken könnte. Der US-Dollar-Index (DXY) steigt daher nach der Veröffentlichung auf etwa 98,30.
Der Greenback profitiert auch von erneuter Nachfrage als sicherer Hafen. Die Marktstimmung verschlechterte sich, nachdem der US-Präsident Donald Trump erklärte, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran „auf der Intensivstation“ sei. Laut CNN erwägen mehrere Mitglieder seiner Regierung nun ernsthafter die Möglichkeit, größere Militäroperationen wieder aufzunehmen, was geopolitische Sorgen neu entfacht.
Auf der anderen Seite bleibt das Britische Pfund (GBP) durch zunehmende politische Spannungen um den britischen Premierminister Keir Starmer unter Druck, nachdem die Labour-Partei bei den Kommunalwahlen schwere Verluste erlitt. Laut mehreren Berichten haben 78 Labour-Abgeordnete den Rücktritt von Starmer gefordert, was nahe an der Schwelle liegt, die eine formelle Führungsherausforderung auslösen könnte.
Reuters berichtet zudem, dass die Märkte befürchten, ein potenzieller Nachfolger könnte eine expansivere Fiskalpolitik verfolgen, was die öffentlichen Finanzen des Vereinigten Königreichs (UK) weiter verschlechtern könnte. ING stellte fest, dass eine politische Risikoprämie für das GBP zu entstehen beginnt, während die Commerzbank glaubt, dass ein chaotischer politischer Übergang zusätzlichen Druck auf die britische Währung ausüben könnte.
Investoren warten nun auf die vorläufigen britischen Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Zahlen für das erste Quartal sowie auf die am Donnerstag anstehenden Daten zur Industrieproduktion und Fertigungsproduktion.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Britisches Pfund (GBP) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Britisches Pfund war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.32% | 0.58% | 0.22% | 0.21% | 0.29% | 0.14% | 0.34% | |
| EUR | -0.32% | 0.25% | -0.09% | -0.14% | -0.04% | -0.20% | 0.02% | |
| GBP | -0.58% | -0.25% | -0.36% | -0.40% | -0.30% | -0.45% | -0.24% | |
| JPY | -0.22% | 0.09% | 0.36% | -0.04% | 0.04% | -0.10% | 0.09% | |
| CAD | -0.21% | 0.14% | 0.40% | 0.04% | 0.09% | -0.06% | 0.13% | |
| AUD | -0.29% | 0.04% | 0.30% | -0.04% | -0.09% | -0.14% | 0.04% | |
| NZD | -0.14% | 0.20% | 0.45% | 0.10% | 0.06% | 0.14% | 0.19% | |
| CHF | -0.34% | -0.02% | 0.24% | -0.09% | -0.13% | -0.04% | -0.19% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Britisches Pfund aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als GBP (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.