Der Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB) und Bundesbankpräsident Joachim Nagel sagte während des europäischen Handels am Donnerstag, dass eine Zinserhöhung auf der April-Sitzung der Geldpolitik sicherlich eine Option sei.
Wir werden bis April genügend Daten haben, um zu bestimmen, ob wir handeln müssen oder abwarten können.
Jeder vergehende Tag trägt zu einem Anstieg der Inflationsrisiken bei
Eine Zinserhöhung im April ist sicherlich eine Option, aber nur eine Option.
EUR/USD ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um die Marke von 1,1560 träge und scheint von den Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Nagel nicht beeinflusst zu werden
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.