Das AUD/JPY-Paar setzt den Rückgang im frühen europäischen Handel am Mittwoch bis auf rund 110,85 fort. Der Australische Dollar (AUD) gibt gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) nach, nachdem die australischen Inflationsdaten kühler als erwartet ausgefallen sind und Unsicherheit im Zusammenhang mit den US-Iran-Gesprächen besteht.
Die am Mittwoch vom Australian Bureau of Statistics (ABS) veröffentlichten Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im Februar im Jahresvergleich um 3,7 % gestiegen ist, nach 3,8 % zuvor. Dieser Wert lag unter dem Marktkonsens von 3,8 %. Gleichzeitig lag der monatliche VPI im Februar bei 0 %, verglichen mit 0,4 % im Vormonat, was dem Marktkonsens entspricht.
Das iranische Militär teilte am Mittwoch mit, dass es Raketen auf Israel sowie auf Militärstützpunkte abgefeuert habe, auf denen US-Truppen in Kuwait, Jordanien und Bahrain stationiert sind. Diese Aktion erfolgte, während die USA Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten vorlegten. Anzeichen für einen langwierigen Konflikt könnten sichere Häfen wie den JPY stärken und als Gegenwind für das Währungspaar wirken. Eine Entspannung der Spannungen im US-Iran-Konflikt könnte jedoch helfen, die Verluste des Aussie zu begrenzen.
Im Tages-Chart ist die kurzfristige Tendenz von AUD/JPY leicht bullisch, da der Kurs über dem 100-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt nahe 106,90 bleibt und weiterhin eine breitere Aufwärtstrendstruktur respektiert. Der RSI ist aus dem überkauften Bereich in die hohen 40er zurückgegangen, was auf eine Abkühlung des vorherigen bullischen Momentums hinweist, aber noch keine entscheidende Verschiebung zugunsten der Verkäufer darstellt.
Die unmittelbare Unterstützung liegt im jüngsten Schwungbereich um 110,00, mit einer tieferen Untergrenze bei 109,20, während die Zone um 108,00 den 100-Tage-EMA schützt und die breitere bullische Struktur bewahrt. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am jüngsten Hoch nahe 113,20, gefolgt von 114,50, falls das Aufwärtsmomentum wieder anzieht.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.