WTI steigt aufgrund von Angriffen auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten auf fast 91,00 USD
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WTI gewinnt angesichts von Versorgungsbedenken wieder Boden, da Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten zunehmen.
Die Golfstaaten stehen kurz vor einer direkten Beteiligung am Iran-Konflikt, wobei Saudi-Arabien auf eine mögliche militärische Verschiebung hinweist.
Mehrere LPG-Schiffe haben die Meerenge in Richtung Indien passiert, was darauf hindeutet, dass sie offen, aber streng kontrolliert und stark eingeschränkt bleibt.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl erholt sich nach einem Verlust von über 9 % am Vortag und wird während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag um die 91,00 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise gewinnen angesichts zunehmender Versorgungsbedenken wieder an Boden, da sich die an die USA angelehnten Golfstaaten einer direkten Beteiligung am Iran-Konflikt nähern, während Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur zunehmen und das Risiko einer breiteren regionalen Eskalation steigen.
Das Wall Street Journal berichtete, dass Saudi-Arabien eine mögliche Verschiebung hin zu einer direkteren militärischen Beteiligung signalisiert hat, was die wachsende Besorgnis unter wichtigen US-Partnern in der Region widerspiegelt. Die Lage hat sich weiter verschärft, nachdem Israel und die Vereinigten Staaten eine neue Welle von Angriffen auf den Iran gestartet haben.
Israel bestätigte eine zweite Angriffswelle, die sich auf Infrastrukturziele in Teheran konzentriert und das zunehmende Tempo der militärischen Aktivitäten unterstreicht. Als Reaktion darauf hat Teheran seine Angriffe auf Nachbarn am Golf ausgeweitet und gewarnt, dass es Kraftwerke in der gesamten Region ins Visier nehmen werde, falls seine eigenen Anlagen weiter angegriffen werden.
Die Ölpreise fielen am Montag, nachdem US-Präsident Donald Trump geplante Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur um fünf Tage verschoben hatte, mit Verweis auf seiner Ansicht nach produktive Gespräche mit Teheran.
Iranische Beamte wiesen diese Darstellung jedoch zurück. Außenminister Abbas Araghchi bestritt jegliche Verhandlungen mit Washington, während Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, dass keine Gespräche stattgefunden hätten. Der hochrangige Militärberater Mohsen Rezaei bekräftigte die harte Haltung und sagte, der Konflikt werde so lange andauern, bis der Iran eine vollständige Entschädigung für erlittene Schäden erhalte.
Die Marktteilnehmer bleiben angespannt, da die Unsicherheit über eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus weiterhin die Stimmung belastet. Der Konflikt hat den wichtigen Engpass, durch den normalerweise rund 20 % der weltweiten Öllieferungen fließen, effektiv gestört und die Produzenten im Nahen Osten gezwungen, die Produktion erheblich zurückzufahren.
Dennoch gibt es vorsichtige Anzeichen für eine begrenzte Wiederaufnahme des Transits. Berichten zufolge haben einige Schiffe die Meerenge unter strenger iranischer Kontrolle passiert, wobei vor der Durchfahrt Genehmigungen erforderlich sind. Laut Amena Bakr von Kpler haben mehrere LPG-Schiffe die Meerenge erfolgreich passiert und sind nun auf dem Weg nach Indien, was darauf hindeutet, dass die Passage zwar nicht vollständig geschlossen, aber stark eingeschränkt und geopolitischen Risiken ausgesetzt bleibt.
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