USD/JPY gibt nach Gewinnen am Vortag leicht nach und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um 158,70. Das Paar schwächt sich ab, da der japanische Yen (JPY) nach der Veröffentlichung des Protokolls der Januarsitzung der Bank of Japan (BoJ) Unterstützung erhält.
Ein Mitglied der BoJ stellte fest, dass steigende Zinssätze zwar den Konsum belasten könnten, die Auswirkungen auf das breitere Finanzsystem jedoch voraussichtlich begrenzt bleiben würden. Die politischen Entscheidungsträger waren sich einig, dass bei weiterhin stark negativen realen Zinssätzen weitere Zinserhöhungen angemessen wären, sofern die Wirtschafts- und Inflationsprognosen erfüllt werden. Die meisten Mitglieder betonten zudem einen flexiblen Ansatz und bevorzugten Entscheidungen bei jeder Sitzung statt einer festen Verschärfungsrate.
Nach Angaben des Forschungsteams der Danske Bank haben sich die jüngsten japanischen Daten abgeschwächt, wobei der Composite PMI zurückging und der Kernverbraucherpreisindex (CPI) erstmals seit vier Jahren unter das Ziel fiel, was hauptsächlich auf Kraftstoffsubventionen zurückzuführen ist. Die Inputkosten bleiben jedoch hoch, und der japanische Yen zeigt weiterhin Schwäche. Die Bank erwartet, dass die BoJ ihre nächste Zinserhöhung im April vornimmt, wobei die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % einpreisen.
Unterdessen stellte Elias Haddad von Brown Brothers Harriman fest, dass USD/JPY seitwärts knapp unter 159,00 handelt. Während sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation im Februar nachließen, bleiben die zugrundeliegenden Preisdruckfaktoren über den BoJ-Prognosen für das Fiskaljahr 2026. Starke Ergebnisse der Frühjahrslohnverhandlungen werden als unterstützend für eine erneute geldpolitische Straffung angesehen und untermauern die Erwartungen für eine mögliche Zinserhöhung bei der BoJ-Sitzung am 28. April.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.