Goldpreis im Rückwärtsgang: US-Jobwunder lässt Zinshoffnungen für März schwinden
- Gold steckt in einer Handelsspanne um 5.000 USD; wartet auf die Fed-Entscheidung für neuen Antrieb
- Gold erholt sich von einem Monatstief, da geopolitische Spannungen und ein schwächerer USD Unterstützung bieten
- Gold bleibt stark angeboten, richtet den Blick auf das Jahrestief angesichts hawkischer Zentralbanken
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Zinsdämpfer: Der Goldpreis korrigiert vom Zwei-Wochen-Hoch, da starke US-Arbeitsmarktdaten die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung massiv reduzieren.
Fed-Ausblick: Märkte preisen nun mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine Zinspause im März ein – doch langfristig bleiben zwei Senkungen für 2026 im Spiel.
Charttechnik: Wichtige Unterstützung durch den 200er-SMA bei 4.757 Dollar; Kurs pendelt zwischen Fibonacci-Marken.
Der Goldpreis (XAU/USD) muss am Donnerstag Federn lassen. Nach dem jüngsten Vorstoß auf ein Zwei-Wochen-Hoch setzen Gewinnmitnahmen ein, die das Edelmetall im asiatischen Handel leicht unter Druck bringen. Aktuell notiert die Feinunze knapp oberhalb der Marke von 5.050 US-Dollar und verzeichnet damit ein moderates Minus von unter 0,5 Prozent. Auslöser für den Stimmungswechsel ist ein überraschend robuster US-Arbeitsmarktbericht (NFP), der die Spekulationen auf eine aggressive Geldlockerung der US-Notenbank (Fed) spürbar dämpft.
Arbeitsmarkt strotzt vor Kraft – März-Senkung vom Tisch?
Die am Mittwoch veröffentlichten Daten des Bureau of Labor Statistics sorgten für Ernüchterung bei den Gold-Bullen. Die US-Wirtschaft schuf im Januar 130.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie von Analysten erwartet (70.000) und deutlich mehr als im Vormonat (revidiert: 48.000).
Flankiert wurde dieser Stellenzuwachs von einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent (Vormonat: 4,4 Prozent). Auch die Lohninflation, gemessen an den durchschnittlichen Stundenlöhnen, hielt sich mit 3,7 Prozent hartnäckig über den Erwartungen (3,6 Prozent).
Die Reaktion an den Terminmärkten folgte prompt: Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ein, dass die Fed die Zinsen im März unverändert lässt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 80 Prozent vom Vortag.
Fed-Vertreter mahnen zur Geduld
Unterstützung erhält dieses Szenario durch Kommentare aus den Reihen der Notenbank. Beth Hammack, Präsidentin der Cleveland Fed, konstatierte, der Arbeitsmarkt scheine ein „gesundes Gleichgewicht“ zu finden. Die aktuelle Geldpolitik sei „nahezu neutral“, weshalb es für die Fed ratsam sei, die Zinsen vorerst stabil zu halten. Ihr Amtskollege Jeffrey Schmid (Kansas City Fed) warnte ergänzend, voreilige Zinssenkungen könnten dazu führen, dass sich die hohe Inflation länger festsetze.
Dennoch kann der US-Dollar (USD) kaum von diesen „falkenhaften“ Signalen profitieren und verharrt nahe seinem Zwei-Wochen-Tief. Marktteilnehmer gehen weiterhin fest davon aus, dass die Fed im Jahresverlauf 2026 zwei Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte vornehmen wird, mit einem ersten Schritt im Juli. Zudem begrenzen Sorgen um die Unabhängigkeit der Zentralbank das Aufwärtspotenzial des Greenback und stützen im Gegenzug den Goldpreis.
Charttechnik: Konsolidierung im Fibonacci-Korridor
Vor den am Freitag anstehenden US-Verbraucherpreisdaten (CPI) richtet sich der Blick auf die technische Verfassung. Der Goldpreis bewegt sich derzeit in einer Konsolidierungszone zwischen dem 50-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 5.004,47 US-Dollar und dem 61,8-Prozent-Retracement bei 5.144,94 US-Dollar (berechnet vom Hoch bei 5.599,68 bis zum Tief bei 4.409,26 US-Dollar).
Ein nachhaltiger Ausbruch über den Widerstand bei 5.144,94 US-Dollar könnte die Erholungsphase verlängern. Auf der Unterseite fungiert der stetig steigende einfache gleitende Durchschnitt der letzten 200 Perioden (SMA 200) im 4-Stunden-Chart als solide Bastion. Dieser verläuft aktuell bei 4.757,23 US-Dollar und sichert den übergeordneten Aufwärtstrend ab.
Die Momentum-Indikatoren liefern indes ein gemischtes Bild: Das MACD-Histogramm zieht sich in Richtung Nulllinie (0,17) zurück, was auf schwindenden Aufwärtsdruck hindeutet. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert mit 55,65 im neutralen Bereich, behält aber eine leichte bullische Tendenz bei.
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