EUR/USD notiert am Dienstag höher nahe 1,1420, da der US-Dollar (USD) nach schwächer als erwarteten US-Inflationsdaten (VPI) nachgibt. Die Erholung des Euro wird hauptsächlich durch breiten Verkaufsdruck auf den Greenback getrieben und weniger durch Entwicklungen in der Eurozone.
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) sank im Juni um 0,4 % im Monatsvergleich, verglichen mit erwarteten 0,1 % Rückgang und einem Anstieg von 0,5 % im Mai. Die jährliche Inflation verlangsamte sich deutlich auf 3,5 % von 4,2 % und lag unter der Markterwartung von 3,8 %. Der Kern-VPI blieb im Monatsvergleich unverändert, während die jährliche zugrunde liegende Rate von 2,9 % auf 2,6 % zurückging.
Auch die US-Beschäftigungsindikatoren schwächten sich ab, wobei der vierwöchige Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderung von 21K auf 19,75K sank. Die Zahlen reduzierten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) im Juli und erhöhten den Druck auf den US-Dollar.
Fed-Chef Kevin Warsh behielt jedoch während seiner Anhörung vor dem Kongress einen relativ hawkischen Ton bei und bekräftigte das Engagement der Zentralbank zur Kontrolle der anhaltenden Inflation. Warsh beschrieb den US-Arbeitsmarkt als weitgehend stabil, hob die niedrige Arbeitslosigkeit, begrenzte Entlassungen und solides nominales Lohnwachstum hervor.
Geopolitische Entwicklungen bleiben im Fokus, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten würden eine vollständige Blockade verhängen, jedoch nur für Schiffe, die zu und von iranischen Häfen fahren. Trump verzichtete zudem auf die vorgeschlagene 20%ige US-Erstattungsgebühr für Fracht, die die Straße von Hormus passiert, und ersetzte sie durch Handels- und Investitionsabkommen mit Golfstaaten.
Im 4-Stunden-Chart notiert EUR/USD bei 1,1423 und hält eine leicht bullishe Tendenz, da es über dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 1,1418 und dem 100-Perioden SMA bei 1,1408 liegt. Die Nähe dieser Durchschnitte knapp unter dem aktuellen Kurs deutet auf eine zugrundeliegende Nachfrage bei leichten Rücksetzern hin, während der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 52,7 leicht positiv tendiert, ohne jedoch überkaufte Bedingungen anzuzeigen.
Auf der Oberseite ergibt sich unmittelbarer Widerstand am horizontalen Widerstand bei 1,1434, gefolgt von einer stärkeren Barriere bei 1,1446. Auf der Unterseite wird erste Unterstützung am 20-Perioden SMA bei 1,1418 gesehen, gefolgt vom nahegelegenen horizontalen Boden bei 1,1416. Ein tieferer Pullback würde den 100-Perioden SMA bei 1,1408 und das niedrigere horizontale Niveau bei 1,1404 als nächste wichtige Nachfragestufen freilegen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)