TradingKey – Am 4. August US-Ostküstenzeit hielt SpaceX ( SPCX) seine erste Telefonkonferenz zu den Geschäftsergebnissen seit dem Börsengang ab. Während der Konferenz stellte SpaceX-CEO Elon Musk die neuesten Fortschritte im KI-Bereich vor: Erstens beschleunigt sich die Modell-Iteration, wobei Grok 4.6 bereits nächste Woche veröffentlicht werden soll, gefolgt von Grok 4.7; zweitens ist die Rechenleistung vollständig an Nvidia ( NVDA) gekoppelt und erstreckt sich bis in den Weltraum.
Vor etwa einem Monat hat SpaceX AI gerade Grok 4.5 veröffentlicht. Das von xAI und Cursor gemeinsam trainierte Modell konzentriert sich auf die Codegenerierung, bewältigt aber auch Aufgaben in professionellen Szenarien wie Finanzen und Recht. Gwynne Shotwell, Präsidentin und Chief Operating Officer von SpaceX, gab während der Telefonkonferenz bekannt, dass sich der Token-Verbrauch des Modells nach der Veröffentlichung von Grok 4.5 verdreifacht hat.
Die weitaus wichtigere Information betrifft die Trainingsdaten. Musk erklärte während der Telefonkonferenz ausdrücklich: "Wir werden den gesamten Datensatz von SpaceX – im Grunde alle Daten, die SpaceX jemals generiert hat – in das Training von Grok 5 integrieren, das Ende des Jahres auf den Markt kommen soll." Dem Plan zufolge soll Grok 5, das diese Daten einbezieht, voraussichtlich bis Ende dieses Jahres eingeführt werden.
An der Rechenleistungsfront bestätigte Musk während der Konferenz, dass SpaceX ausschließlich auf die KI-Rechenarchitektur von Nvidia setzen und seine KI-Dienste vollständig auf dem Vera-Rubin-System aufbauen wird. Er stellte klipp und klar fest, dass Nvidias Vera Rubin "derzeit der beste KI-Computer auf dem Markt" sei.
Was den Umfang der Rechenleistung betrifft, ist das von SpaceX diesmal präsentierte Ziel ehrgeiziger als zuvor: Die verfügbare Online-Rechenleistung soll bis Ende dieses Jahres 2 Gigawatt überschreiten und bis Ende nächsten Jahres fast 10 Gigawatt erreichen. Musk erklärte, dass der Schwerpunkt der Ressourceninvestitionen derzeit eher auf Strom- und Kühlanlagen als auf den GPUs selbst liegen werde, und es wird erwartet, dass bis Ende 2027 eine Online-Rechenleistung von rund 15 Gigawatt erreicht werden kann.
Diese Rechenleistung wird nicht nur auf der Erde bereitgestellt, sondern auch auf den Weltraum ausgeweitet. SpaceX hat bereits gemeinsam mit Nvidia die Rechenleistungs-Nutzlast für den Satelliten Starmind AI 1 entwickelt, wobei jeder "Starmind"-Satellit mit Nvidia-Rubin-GPUs und Vera-CPUs ausgestattet ist, um weltraumgestützte Rechenkapazitäten auf Rechenzentrumsniveau zu bieten. Der Start der ersten Tranche von Starmind-Satelliten mit diesem System soll im nächsten Jahr beginnen, wodurch die KI-Rechenleistung auf die erdnahe Umlaufbahn ausgeweitet wird.

[Quelle: X]