Der Euro (EUR) notiert während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht höher bei rund 1,1536. Das wichtige Währungspaar legt zu, da der US-Dollar vor den ADP-Beschäftigungszahlen der Vereinigten Staaten (US) für Juli, die um 12:15 GMT veröffentlicht werden, etwas nachgibt.
Den Schätzungen zufolge stellten US-Privatunternehmen 70.000 neue Arbeitskräfte ein, weniger als die 98.000 im Juni.
Die Auswirkungen der Beschäftigungsdaten des US-Privatsektors werden erheblich auf die Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) sein, da die Verantwortlichen aufgehört haben, eine sogenannte "Forward Guidance" zu geben.
Unterdessen dürfte der Euro angesichts der festen Erwartungen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen anheben wird, stark gehandelt werden.
Laut TD Securities bleibt die Marktbepreisung mit dem geldpolitischen Ausblick des Hauses im Einklang, wobei Anleger "eine Zinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte im September weiterhin vollständig einpreisen, was unser Basisszenario bleibt." Die Bank sieht bislang keine wesentliche Verschiebung der Erwartungen rund um die bevorstehende Sitzung und unterstreicht damit die anhaltende hawkishe Tendenz an den Zinsmärkten der Eurozone.
Während Äußerungen des EZB-Ratsmitglieds Martin Kocher, die letzte Woche veröffentlicht wurden, zeigten, dass er für den geldpolitischen Ausblick weiterhin datenabhängig bleibt. Kocher hat jedoch klargestellt, dass die Zentralbank entschlossen ist, die Inflation nachhaltig auf das Ziel von 2% zu senken.

EUR/USD handelt bei rund 1,1537 und hält sich über dem Exponential Moving Average (EMA) der 20-Perioden-Linie bei 1,1461, was den kurzfristigen Bias konstruktiv hält.
Der Relative Strength Index (14) bei 62 deutet auf ein positives Momentum hin, befindet sich jedoch noch nicht im überkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass die Käufer die Kontrolle behalten, solange der Preis über dem kurzfristigen EMA bleibt.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei dem Ausbruchspreis der abwärts gerichteten Widerstandstrendlinie bei 1,1544, und ein klarer täglicher Schlusskurs über dieser Barriere würde den bullishen Ausblick stärken. Auf der Unterseite bietet der EMA der 20-Perioden-Linie bei 1,1461 die erste Unterstützung, und ein Rückgang wieder unter diesen gleitenden Durchschnitt würde nachlassenden bullishen Druck signalisieren und das Paar dem Tief vom 28. Juli bei 1,1353 aussetzen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Kochers Wert von 5,6/10 im FXS Speechtracker liegt unter dem historischen Durchschnitt von 6,3/10 und deutet auf einen etwas weniger entschlossenen Ton als üblich hin. Die Betonung darauf, wie schnell geopolitische Entwicklungen die Energiepreise und den Inflationsausblick verändern können, unterstreicht anhaltende Aufwärtsrisiken für die Preise im Euroraum, was trotz des schwächeren Werts leicht hawkish wirkt.
Das Versprechen, dass der EZB-Rat im Herbst auf Grundlage eingehender Daten entscheiden wird, um die Inflation im Euroraum nachhaltig wieder auf 2% zu bringen, bekräftigt eine datenabhängige, aber weiterhin inflationsbekämpfende Haltung. Für den Euro deutet die Kombination aus anerkannten Inflationsrisiken und der bedingten Verpflichtung zum 2%-Ziel auf eine begrenzte unmittelbare geldpolitische Aggressivität hin, lässt aber die Tür für eine erneute Straffungsrhetorik offen, falls sich der durch Energie getriebene Preisdruck bis in den Herbst hinein wieder verstärkt.