Der Commerzbank-Ökonom Dr. Henry Hao verweist darauf, dass der private Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in China im Juli auf 50,9 gefallen ist. Zusammen mit dem offiziellen NBS-PMI von 49,2 verdichten sich damit die Hinweise auf eine nachlassende Dynamik in der Industrie. Die schwächeren Konjunkturdaten stützen die Erwartungen an eine baldige geldpolitische Lockerung. An den Märkten werden zunehmend Zinssenkungen beim Loan Prime Rate (LPR) sowie eine mögliche Senkung der Mindestreserveanforderungen (RRR) eingepreist. Gleichzeitig legten USD/CNY und USD/CNH auf rund 6,76 zu.
„Der private Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China ist im Juli auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten gefallen. Das ist ein weiteres Signal dafür, dass die Dynamik in der Industrie nachlässt.“
„Zusammengenommen zeigen die beiden Umfragen, dass das chinesische Verarbeitende Gewerbe sowohl bei großen Unternehmen als auch im Privatsektor an Schwung verliert.“
„Auch die Teilindikatoren der RatingDog-Umfrage bestätigen das schwache Bild.“
„Die schwächer als erwarteten PMI-Daten stärken die Argumente für eine kurzfristige geldpolitische Lockerung deutlich.“
„Am Devisenmarkt stiegen USD/CNY und der Offshore-Kurs USD/CNH gestern um 30 beziehungsweise 60 Pips auf 6,76.“