Bitcoin (BTC) hat sich trotz der Spannungen im Nahen Osten stabil nahe der Marke von 68.000 US-Dollar gehalten. Das Analysehaus K33 verweist auf nachlassenden langfristigen Verkaufsdruck, seltene Signale aus dem Derivatemarkt sowie verbesserte Kapitalzuflüsse als Hinweise auf eine mögliche Erholung.
In einer am Dienstag veröffentlichten Analyse erklärte K33-Forschungschef Vetle Lunde, die jüngste Korrektur könnte sich ihrem Ende nähern. Sowohl technische als auch strukturelle Signale hätten sich zuletzt verbessert und stützten eine konstruktive Markteinschätzung.
Lunde bezeichnete Bitcoin nach sechs aufeinanderfolgenden Wochen mit Kursverlusten als „stark überverkauft“. Damit verzeichnete die Kryptowährung ihre zweitlängste Verlustserie überhaupt. Der wöchentliche Relative-Stärke-Index (RSI) fiel auf eines der historisch niedrigsten Niveaus – ein Zustand, der in der Vergangenheit häufig Erholungsbewegungen vorausging.
Zugleich zeigen sich Anzeichen für nachlassenden Verkaufsdruck institutioneller Investoren. Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von mehr als 20.000 BTC – der stärkste wöchentliche Kapitalzufluss seit fünf Monaten. Die Trendwende erfolgte, obwohl die Märkte am Wochenende geopolitische Schocks verarbeiten mussten.
„Das Chance-Risiko-Verhältnis scheint auf dem aktuellen Niveau asymmetrisch nach oben verzerrt [...] wir sehen derzeit keinen überzeugenden Grund, BTC auf diesem Niveau zu verkaufen“, schrieb Lunde.
Zudem verwies er darauf, dass der 30-Tage-Durchschnitt der Finanzierungsraten für Bitcoin-Perpetual-Futures am 28. Februar ins Negative gedreht ist – erst zum zehnten Mal seit 2018. Historisch deuteten länger anhaltende negative Finanzierungsraten darauf hin, dass das Abwärtsrisiko begrenzt sein könnte.
Weitere Daten deuten darauf hin, dass große Bitcoin-Besitzer ihren Verkaufsdruck reduziert haben. Im vergangenen Monat stieg die Menge an BTC, die seit mindestens sechs Monaten gehalten wird. Damit kehrte sich der starke Rückgang um, der im vierten Quartal 2025 beobachtet worden war.

Die nachlassenden Verkäufe langjähriger Investoren fallen mit einem Kursniveau zusammen, das nahe dem 200-Wochen-Durchschnitt von Bitcoin liegt – einem Bereich, der historisch häufig mit zyklischen Tiefpunkten verbunden ist. Da weniger große Marktteilnehmer ihre Bestände abstoßen, hat sich der Kurs in den vergangenen vier Wochen zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar stabilisiert, statt den zuvor eingeschlagenen Abwärtstrend fortzusetzen.
K33 zufolge hat zudem der Rückgang institutioneller Beteiligungen die Empfindlichkeit von Bitcoin gegenüber globalen makroökonomischen Schocks verringert und damit die Volatilität gedämpft. Solche Marktbedingungen gingen historisch oft mit längeren Bodenbildungsphasen einher, die Geduld erfordern, während sich neue Markterzählungen entwickeln. In solchen Phasen ergeben sich häufig günstige Gelegenheiten für langfristige Akkumulation.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert Bitcoin bei rund 68.000 US-Dollar und damit innerhalb der vergangenen 24 Stunden etwa 0,2 Prozent im Minus.