Der US-Biotechnologiekonzern Moderna hat einen umfassenden Vergleich im Patentstreit um die für seinen Covid-19-Impfstoff eingesetzte Lipid-Nanopartikel-Technologie geschlossen. Das Unternehmen vereinbarte mit Genevant Sciences und Arbutus Biopharma eine globale Einigung mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2,25 Milliarden US-Dollar.
Demnach wird Moderna im Juli 2026 zunächst 950 Millionen Dollar zahlen. Weitere bis zu 1,3 Milliarden Dollar können hinzukommen, sofern ein Berufungsgericht in einem laufenden Verfahren eine Entscheidung zugunsten des Unternehmens trifft. Dabei geht es um die Anwendung von Paragraf 1498 des US-Rechts, auf den sich Moderna berufen hatte, um bestimmte staatlich beauftragte Verkäufe von Patentansprüchen auszunehmen.
Im Zuge der Vereinbarung erhält Moderna von Genevant eine weltweite, nicht exklusive Lizenz für die Nutzung der Lipid-Nanopartikel-Technologie im Bereich von Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Zudem verpflichten sich die Patentinhaber, in Bezug auf bestimmte Schutzrechte keine weiteren Klagen einzureichen. Mit dem Vergleich werden sämtliche Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Technologie und dem Covid-19-Impfstoff von Moderna beendet.