Kriegsschock trifft Krypto: Dogecoin wankt – Anleger gehen auf Risiko-Bremse

Quelle Fxstreet

Dogecoin (DOGE) wird am Dienstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 0,090 US-Dollar gehandelt, während eine zunehmende Risikoaversion den breiteren Kryptomarkt erfasst. Hintergrund ist der anhaltende Krieg zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und Iran.

Dogecoin gerät ins Schwanken, während makroökonomischer Gegenwind anhält

Der makroökonomische Druck nimmt zu, da der Krieg zwischen den USA und Iran in den vierten Tag geht und geopolitische Spannungen im Nahen Osten die globalen Märkte in Atem halten. Anhaltend hohe Öl- und Energiepreise könnten die Inflation hoch halten und damit die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen im Jahr 2026 verringern. Kryptowährungen und andere risikoreiche Anlagen geraten dadurch unter Druck, da Kriege solchen Märkten in der Regel nicht zugutekommen.

„Krypto bleibt unter Druck, da es sich um die wachstumsstärkste Anlageklasse mit dem höchsten Beta handelt – in einer Welt, in der die Risikoaufschläge für Wachstum steigen und die Fed nicht handeln kann“, erklärte Wintermute in einem wöchentlichen Bericht am Montag.

Der Derivatemarkt für Dogecoin spiegelt die Risikoaversion im Zuge des Krieges wider: Das Open Interest (OI) bei Futures liegt am Dienstag im Durchschnitt bei rund 932 Millionen US-Dollar.

Zum Vergleich: Das Open Interest, das den nominalen Wert der ausstehenden Futures-Kontrakte misst, hatte im September mit rund 6 Milliarden US-Dollar ein Rekordniveau erreicht. Der Anstieg fiel mit einem Kursanstieg der Meme-Kryptowährung auf 0,31 US-Dollar im selben Monat zusammen und unterstreicht die Bedeutung der Nachfrage von Privatanlegern.

Dogecoin Futures OI | Quelle: CoinGlass

Unterdessen kehrten am Montag erstmals seit längerer Zeit wieder Zuflüsse in Spot-Exchange-Traded Funds (ETFs) auf Dogecoin zurück. Sie lagen im Durchschnitt bei rund 779.000 US-Dollar, nachdem seit dem 2. Februar keine Zuflüsse mehr verzeichnet worden waren. Die Nachfrage nach in den USA gelisteten DOGE-ETFs entwickelt sich bislang schleppend: Die kumulierten Zuflüsse belaufen sich auf 7,45 Millionen US-Dollar, das verwaltete Nettovermögen auf 9,3 Millionen US-Dollar. Eine stabile Risikobereitschaft gilt als Voraussetzung, um die Marktstimmung zu verbessern und die Erholungschancen von Dogecoin zu erhöhen.

Dogecoin ETF-Flüsse | Quelle: SoSoValue

Technischer Ausblick: Verkäufer behalten bei Dogecoin die Oberhand

Dogecoin notiert bei rund 0,090 US-Dollar, während technische Indikatoren auf eine bärische Tendenz hinweisen. Die Meme-Kryptowährung liegt weiterhin deutlich unter der SuperTrend-Linie bei etwa 0,111 US-Dollar, wodurch der Abwärtsdruck bestehen bleibt. Gleichzeitig bündeln sich die exponentiellen gleitenden Durchschnitte über 50, 100 und 200 Tage oberhalb von 0,107 US-Dollar und zeigen nach unten. Das unterstreicht einen dominanten mittelfristigen Abwärtstrend und begrenzt Erholungsversuche.

Der Indikator Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt im Tageschart zwar noch über seiner Signallinie, doch die schrumpfenden Histogrammbalken deuten auf nachlassendes Aufwärtsmomentum nach der jüngsten Gegenbewegung hin. Zudem ist der Relative-Stärke-Index (RSI) in den oberen Bereich der 30er gefallen, was eine schwache Nachfrage signalisiert und mit einem korrigierenden bis bärischen Marktbild übereinstimmt.

DOGE/USDT Tageschart

Eine erste Unterstützung liegt am Tief vom Samstag bei rund 0,088 US-Dollar. Ein Bruch dieser Marke würde den Weg zum Wendepunkt von Anfang Februar bei etwa 0,080 US-Dollar freimachen. Auf der Oberseite liegt der nächste Widerstand am Tageseröffnungskurs von 0,093 US-Dollar. Ein Tagesschluss über diesem Niveau wäre nötig, um den Verkaufsdruck zu verringern und eine Bewegung in Richtung des 50-Tage-EMA bei 0,107 US-Dollar und später des 100-Tage-EMA bei 0,125 US-Dollar zu ermöglichen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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