US-Präsident Donald Trump sagte, dass die USA den Iran für die Handlungen der Huthi verantwortlich machen würden, und warnte, dass sowohl der Iran als auch seine Huthi-Verbündeten bald eine „große militärische Bestrafung“ erhalten würden, berichtete Reuters am Donnerstag.
Die Äußerungen kamen, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen zwei saudische Öltanker im Roten Meer angegriffen hatten und damit den Krieg im Nahen Osten auf einen zweiten wichtigen Schifffahrtsengpass ausweiteten.
Anfang dieser Woche erklärten die Huthi, dass sie eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängen würden, das Millionen Barrel Öl pro Tag per Pipeline zum Roten Meer umgeleitet hat, um Irans Blockade des Golföls durch die Straße von Hormus zu umgehen.
Die Rohölpreise ziehen nach diesen Schlagzeilen einige Käufer an. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt West Texas Intermediate (WTI) mit 5,65 % im Tagesverlauf bei 90,77 USD. Brent-Rohöl steigt um mehr als 6 % und durchbricht erstmals seit Mai die Marke von 100 USD pro Barrel.
Brent-Rohöl, das in der Nordsee gefördert wird, ist eine weitere bedeutende Sorte und dient als globaler Referenzpreis für zwei Drittel der weltweiten Ölproduktion. Wegen seiner leichten Qualität und geringen Schwefelgehalts ist es besonders leicht zu verarbeiten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die wichtigsten Faktoren für den Brent-Rohölpreis. Weltwirtschaftswachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während schwaches Wachstum sie dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot stören und die Preise beeinflussen. Entscheidungen der OPEC und der US-Dollar-Wert, in dem Öl gehandelt wird, sind ebenfalls wesentliche Einflussfaktoren.
Auch für Brent-Öl sind die wöchentlichen API- und EIA-Berichte von Bedeutung. Sinkende Bestände deuten auf eine erhöhte Nachfrage hin und stützen den Preis, während höhere Bestände den Preis belasten. Die EIA-Daten sind als genauer bekannt, da sie von einer staatlichen Behörde stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für Brent Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.