Der Silberpreis fällt am Donnerstag um über 3,80 %, da der Edelmetallsektor angesichts der allgemeinen Stärke des US-Dollars und der erhöhten Risikoaversion inmitten der verschärften Spannungen im Nahen Osten einbricht. XAG/USD notiert bei 57,62 USD, nachdem ein Wochenhoch bei 60,94 USD erreicht wurde.
Das weiße Metall bleibt trotz einer Erholung nach dem Abprallen von den Jahrestiefs bei 54,77 USD abwärts gerichtet. Die Marktstruktur aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs bleibt intakt, ein Hinweis darauf, dass sich der Abwärtstrend kurzfristig fortsetzen könnte
Auch momentumseitig bleibt es bärisch, da der Relative Strength Index (RSI) seinen Kurs in Richtung der neutralen 50-Marke umkehrte und sich im bärischen Bereich weiter nach unten bewegt.
Für eine bärische Fortsetzung müssen die Verkäufer den Preis unter das Tief vom 17. Juli bei 54,77 USD drücken. Sobald diese Hürde genommen ist, liegt das nächste Ziel bei der 50-USD-Marke. Bei weiterer Schwäche wäre der nächste interessante Bereich das Swing-Tief vom 21. November 2025 bei 48,64 USD
Wenn hingegen Käufer eingreifen und Silber über das Tageshoch vom 22. Juli bei 60,94 USD ziehen, öffnet dies den Weg für einen Test des Hochs vom 6. Juli bei 63,38 USD. Darüber liegt der nächste wichtige Widerstand bei der psychologischen Marke von 64,00 USD, vor dem 50-Tage-SMA bei 65,79 USD.

Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.