Gold erholt sich über 4.050 USD, da die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund anhaltender US-Iran-Spannungen zunimmt

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis erholt sich am frühen Mittwoch im asiatischen Handel auf rund 4.080 USD und steigt damit am Tag um 1,80 %. 
  • Die USA und der Iran tauschten zum elften Mal in Folge Angriffe aus, was die Zuflüsse in sichere Häfen stärkte. 
  • Händler wägen höhere Energiepreise gegen schwache US-Inflationsdaten ab, während sie nach Hinweisen auf den US-Zinsweg suchen.

Der Goldpreis (XAU/USD) gewinnt am frühen Mittwoch im asiatischen Handel auf rund 4.080 USD an Boden. Das Edelmetall erholt sich, da die Nachfrage nach sicheren Häfen weltweit zunahm, nachdem es in der vorherigen Sitzung auf das psychologische Niveau von 4.000 USD zurückgefallen war. 

Die erneuten militärischen Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran haben eine hohe Volatilität bei Rohstoffen ausgelöst, was Händler dazu veranlasst, Kapital wieder in das sichere gelbe Metall zu lenken. Zudem erklärten Analysten, dass die Käufe vor dem weitgehend unveränderten makroökonomischen Hintergrund erfolgen. „Die heutige Bewegung sieht eher nach einem Kauf bei Kursrückgängen aus als nach einer Reaktion auf neue Schlagzeilen“, sagte Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei ING. 

Händler wägen weiterhin die Eskalationen im US-Iran-Krieg ab. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat seit der Erklärung von US-Präsident Donald Trump, der Waffenstillstand sei „beendet“, die elfte Nacht in Folge Angriffe auf den Iran durchgeführt, während die Streitkräfte Teherans US-Militäranlagen im Nahen Osten angegriffen haben und ihre Huthi-Verbündeten ein Seeembargo gegen Saudi-Arabien verhängt haben.

Die Märkte werden die Spannungen im Nahen Osten genau beobachten, um Anzeichen dafür zu finden, dass höhere Energiekosten die Inflation anheizen könnten, was den Druck auf die Federal Reserve (Fed) erhöhen würde, die Geldpolitik zu straffen. Swap-Händler sehen nach den schwächeren US-Inflationsdaten geringe Chancen für eine Zinserhöhung der Fed bei ihrer nächsten Sitzung im Juli, obwohl Händler mindestens eine Zinserhöhung bis zum Jahresende vollständig eingepreist haben.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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