WTI-Rohölpreisprognose: US-Iran-Konflikt eskaliert, Ölpreisrallye peilt 80 $ an

Quelle Tradingkey

TradingKey – Zu Beginn des asiatischen Fr%hhandels am 13. Juli stiegen die Preise f%ur WTI-Roh%al ( USOIL) kr%aftig an. Beeinflusst durch die Eskalation des US-Iran-Konflikts am Wochenende hat der Markt das Risiko von Lieferunterbrechungen in der Stra%ße von Hormus wieder in seine Handelslogik einbezogen, wobei WTI-Roh%al um %uber 4 % stieg und ein Intraday-Hoch von 74,66 US-Dollar erreichte.

US-Iran-Konflikt eskaliert und treibt Ölpreise in die Höhe

Aus fundamentaler Sicht ist die Eskalation des US-Iran-Konflikts der Haupttreiber hinter dem heutigen Anstieg der Ölpreise. Am Freitag ging der Markt noch kurzzeitig davon aus, dass der Transit durch die Straße von Hormus schrittweise wieder aufgenommen werden könnte, was die Ölpreise angesichts von Gewinnmitnahmen und der Erwartung einer Erholung des Angebots zurückgehen ließ. Erneute militärische Zusammenstöße zwischen den USA und dem Iran am Wochenende veränderten jedoch die Einschätzung des Marktes hinsichtlich der kurzfristigen Versorgungssicherheit.

Jüngsten Berichten zufolge starteten die USA und der Iran am Wochenende gegenseitige Raketen- und Drohnenangriffe, was das Ausmaß des Konflikts weiter vergrößerte. Der Iran weitete seine Angriffe zudem auf Ziele in der Nähe von Golfstaaten wie Katar und den VAE aus, während die USA ihre Vergeltungsschläge gegen militärische Einrichtungen mit Iran-Bezug fortsetzten. Da diese Regionen eng mit den Rohölexporten des Nahen Ostens, den Tankerrouten im Golf und der Straße von Hormus verknüpft sind, ließ der Markt die Risikoprämie für Rohöl umgehend ansteigen.

Die Straße von Hormus bleibt die sensibelste Variable für die aktuellen Ölpreise. Über diesen Seeweg wird ein erheblicher Teil des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) transportiert. Sollte der Transit unterbrochen werden, könnten die Energieexporte von Ländern wie Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, den VAE und Katar beeinträchtigt werden. Der Iran behauptete einst, die Straße von Hormus geschlossen zu haben, und erklärte, einige Schiffe seien wegen des Befahrens nicht autorisierter Routen angegriffen worden. Obwohl Trump signalisierte, dass Handelsschiffe die Meerenge weiterhin passieren könnten, zeigten Schiffsverfolgungsdaten, dass die Anzahl der Schiffe, die die Meerenge am Sonntag durchquerten, auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Wochen fiel.

Insgesamt beruhte der vorangegangene Rückgang der Ölpreise in erster Linie auf der Logik eines „eingedämmten Konflikts, der Wiederaufnahme des Transits durch die Meerenge und einer schrittweisen Rückkehr des Angebots“; nun haben jedoch neue militärische Aktionen diese Logik infrage gestellt. Solange sich das tatsächliche Transitvolumen durch die Straße von Hormus nicht erholt, werden steigende Kosten für Tankerversicherungen, Lieferverzögerungen und Sorgen über Versorgungsunterbrechungen die Ölpreise weiterhin stützen.

WTI-Rohölpreisanalyse: Ölpreise könnten sich auf 80 $ erholen

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WTI-Rohöl-Tageschart, Quelle: TradingView

Mit Blick auf den Tageschart für WTI-Rohöl zeigt sich, dass sich die Ölpreise, gestützt durch den wieder aufgeflammten Konflikt zwischen den USA und dem Iran, jüngst rasant erholten und über der Marke von 70 US-Dollar stabilisierten. In der vergangenen Woche kletterten sie in der Spitze auf 76,08 US-Dollar, bevor sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen leicht korrigierten. Dennoch hielt sich der Wochenschlusskurs stabil über 70 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die kurzfristige Marktstimmung weiterhin zu Gunsten der Bullen tendiert. Zudem hat sich die bullische Stimmung am Markt durch die erneute Eskalation der Lage zwischen den USA und dem Iran am Wochenende weiter verstärkt, was die Wahrscheinlichkeit für einen kurzfristig weiter steigenden Ölpreis deutlich erhöht.

Aktuell sind die Ölpreise nachrichtenbedingt mit Kursgewinnen in den heutigen Handel gestartet und haben den Widerstand des gleitenden 20-Tage-Durchschnitts durchbrochen, wodurch sich weiteres Aufwärtspotenzial eröffnet. Das nächste Ziel ist der Test des jüngsten Erholungshochs bei 76,08 US-Dollar. Darüber liegt die Marke von 80 US-Dollar. Sollte den Ölpreisen ein dynamischer Ausbruch über die 80-Dollar-Marke gelingen, könnten sie als Nächstes den Widerstandsbereich um 86 US-Dollar ins Visier nehmen.

Sollten die Ölpreise heute hingegen korrigieren und unter 73 US-Dollar schließen, würde dies bedeuten, dass die Preise weiterhin durch den gleitenden 20-Tage-Durchschnitt gedeckelt bleiben, was die Abwärtskorrektur kurzfristig verlängern könnte. Das primäre Ziel auf der Unterseite wäre dann der Test der Unterstützungszone von 71 bis 70 US-Dollar. Falls diese Unterstützung nicht hält, könnten die Ölpreise weiter abrutschen und die Marke von 60 US-Dollar testen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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