Silber (XAG/USD) zieht am Freitag zum zweiten Tag in Folge weitere Verkäufe nach sich und zieht sich weiter von einem über einmonatigen Hoch in der Region von 89,35-89,40 USD zurück, das Anfang der Woche erreicht wurde. Das weiße Metall schwächt sich während der asiatischen Sitzung unter die Mitte der 81,00 USD-Marke ab und bleibt damit in Schlagdistanz zum Wochentief.
Aus technischer Sicht spricht ein Intraday-Einbruch unter das 38,2% Fibonacci-Retracement des jüngsten Anstiegs von unter 71,00 USD für die Bären im XAG/USD angesichts nachlassender Momentum-Indikatoren. Tatsächlich driftet der Relative Strength Index (RSI) in Richtung des neutralen Bereichs um 40, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) wird negativer, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck kurzfristig nachlässt.
Der XAG/USD hält jedoch über dem 50%-Retracement und dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA), was zusammen darauf hindeutet, dass der breitere Aufwärtstrend trotz der jüngsten Korrektur intakt bleibt. Daher dürfte jeder weitere Rückgang voraussichtlich bei 80,11 USD (50%-Niveau) Unterstützung finden, gefolgt von einer strukturellen Zone, die durch das 61,8%-Retracement bei 77,95 USD und den 100-Perioden-SMA bei 77,83 USD gebildet wird. Ein Bruch dieser Zone sollte den Weg für tiefere Verluste ebnen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 38,2% Fibonacci-Retracement bei 82,27 USD, gefolgt vom 23,6%-Niveau bei 84,94 USD, während ein Durchbruch darüber das Zyklus-Hoch bei 89,26 USD freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.