Britisches Pfund fällt auf nahe 1,3350 angesichts politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich

Quelle Fxstreet
  • GBP/USD zieht am Freitag in der asiatischen Sitzung einige Verkäufer um 1,3365 an. 
  • Die politische Krise im Vereinigten Königreich belastet das Britische Pfund. 
  • Heißere Inflationsdaten haben die Händler dazu veranlasst, Zinssenkungen im Jahr 2026 auszuschließen. 

Das Paar GBP/USD steht am Freitag während der asiatischen Handelsstunden nahe 1,3365 unter Verkaufsdruck. Das Britische Pfund (GBP) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) angesichts politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich (UK) und einer risikoaversen Stimmung ab. 

Der britische Gesundheitsminister Wes Streeting trat zurück und erklärte, er habe das "Vertrauen" in die Führung von Premierminister Keir Starmer "verloren" und es wäre "unehrenhaft und prinzipienlos", in seiner Regierung zu bleiben. Starmer sieht sich seit der schweren Niederlage seiner Labour-Partei bei den Kommunalwahlen in England sowie im Parlament in Schottland und Wales in der vergangenen Woche einem Aufstand gegenüber. 

Die politische Instabilität im Vereinigten Königreich überschattete vollständig einen stärker als erwarteten Bericht zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das erste Quartal (Q1), was den Cable belastete. 

Heißere als erwartete US-Daten zum Erzeugerpreisindex (EPI) und Verbraucherpreisindex (VPI), die diese Woche veröffentlicht wurden, haben die Märkte dazu veranlasst, den Zinspfad der Federal Reserve (Fed) neu zu bewerten. Dies impliziert, dass die Zinsen länger höher bleiben werden.

Der Präsident der Kansas City Fed, Jeffrey Schmid, sagte am Donnerstag, dass die Inflation das größte Risiko für eine US-Wirtschaft darstelle, die angesichts zahlreicher Herausforderungen "bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit" gezeigt habe, und der Arbeitsmarkt stabil sei. 

Unterdessen erklärte der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, dass er derzeit keinen Bedarf sehe, dass die Zentralbank angesichts der durch den Nahostkrieg geschaffenen Unsicherheit eine Änderung der Zinspolitik erwäge.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.


Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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