Die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) an der NYMEX korrigieren sich im europäischen Handel am Mittwoch auf rund 97,20 USD. Der Ölpreis gibt einige seiner jüngsten Gewinne ab, da eskalierende hawkische Wetten auf die Federal Reserve (Fed) Bedenken hinsichtlich der Aussichten für die Ölnachfrage geweckt haben.
Die hawkischen Fed-Wetten haben aufgrund zunehmender Inflationsdrucke in den Vereinigten Staaten (USA) zugenommen. Die am Dienstag veröffentlichten Daten zeigten, dass der US-Verbraucherpreisindex (CPI) im Jahresvergleich (YoY) stark um 3,8 % gegenüber den Schätzungen von 3,7 % und dem Wert von 3,3 % im März gestiegen ist.
Theoretisch ist die restriktive geldpolitische Haltung der Fed ein ungünstiges Szenario für die Aussichten der Ölnachfrage.
Die breiteren Aussichten für den Ölpreis bleiben jedoch angesichts der Befürchtungen einer anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung, aufgrund des Ausbleibens eines Durchbruchs in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran, fest.
In Zukunft werden sich die Anleger auf das Ergebnis des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Donnerstag und Freitag konzentrieren.

Der WTI US-Ölpreis fällt im Tagesverlauf auf rund 97,20 USD. Der kurzfristige Bias bleibt jedoch konstruktiv, da der Preis über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei etwa 95,80 USD bleibt, was darauf hindeutet, dass der jüngste Rücksetzer eine Korrektur innerhalb eines Aufwärtstrends darstellt.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bei rund 53 hält einen neutralen bis positiven Ton, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum noch intakt, aber nicht überdehnt ist.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am 20-Tage-EMA bei 95,80 USD, wobei ein Bruch eine tiefere Korrektur in Richtung 90 USD auslösen würde. Solange die Käufer diesen gleitenden Durchschnitt auf Schlusskursbasis verteidigen, dürfte der breitere Erholungstrend anhalten, was Raum für neue Versuche in Richtung der jüngsten Höchststände um die 100 USD-Marke lässt, gefolgt vom Hoch vom 30. April bei 107,35 USD.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.