Der Aussie-Dollar verzeichnete am Montag Verluste von über 0,73%, da sich die Stimmung aufgrund eines Rückgangs der Technologiewerte, der verschärften Spannungen im Nahen Osten, hoher Energiepreise und eines Anstiegs der Anleiherenditen eintrübte. AUD/USD notiert bei 0,7118, nachdem es ein Tageshoch (HOD) von 0,7168 erreicht hatte.
Die Führungskräfte von KI-Unternehmen in den USA äußerten sich besorgt über das schnelle Tempo der Fortschritte in der Branche und riefen zu einer Verlangsamung auf. Dies löste einen weiteren Rückgang an den US-Aktienmärkten aus, während der US-Dollar – gestützt durch die 10-jährige US-Staatsanleiherendite über 5% – laut dem US Dollar Index (DXY) darauf zusteuert, die Sitzung am Montag mit einem Plus von 0,33% zu beenden.
Der DXY, der die Entwicklung des US-Dollars gegenüber seinen sechs wichtigsten Gegenwährungen misst, erobert die Marke von 99,00 zurück und notiert bei 99,46.
Die Geopolitik spielt eine große Rolle, nachdem die Huthi im Jemen eine saudische Ölpipeline angegriffen haben, die möglicherweise für mehrere Wochen stillgelegt werden könnte, was zu einem Defizit von etwa 7 Millionen Barrel pro Tag führen würde. Daher stiegen die Inflationserwartungen der Anleger nach den US-Inflationsdaten der vergangenen Woche weiter an, was Händler dazu veranlasste, nahezu eine vollständige Zinserhöhung durch die Fed einzupreisen.
Die Geldmärkte hatten eine Wahrscheinlichkeit von 97,50% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Fed-Sitzung am 15. bis 16. September eingepreist.
Am Montag gab es im US-Wirtschaftskalender keine wichtigen Daten, doch am Dienstag dürfte sich das Tempo mit dem 4-Wochen-Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderung beschleunigen.
In Australien steht der Aussie-Dollar unter Druck, da die gedrückte Stimmung die Attraktivität des Greenback als sicheren Hafen erhöht hat. Allerdings werden das ANZ-Roy Morgan Australian Consumer Confidence erwartet, während einige chinesische Daten, wie etwa die Einzelhandelsumsätze, AUD/USD beeinflussen könnten, da Australien zu den größten Handelspartnern der Region zählt.
Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,7118 und behält damit eine leicht bullische kurzfristige Tendenz bei, da es über dem dreifachen einfachen gleitenden Durchschnitt bei 0,7070 sowie einer Reihe steigender Trendlinien-Unterstützungen bleibt, die sich grob zwischen 0,7028 und 0,6902 bündeln. Der Relative Strength Index (14) ist auf etwa 46 zurückgegangen, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeutet, aber noch keinen klaren bearishen Umschwung signalisiert, solange der Kurs durch diese zugrunde liegenden strukturellen Niveaus gestützt bleibt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere nahe 0,7198, wobei die aufwärts gerichtete Trendlinie bei etwa 0,7364 als nächste wichtige Begrenzung fungiert, falls die Bullen den Anstieg ausweiten. Auf der Unterseite würde ein Rückfall unter die nahe Unterstützungszone, die durch die einfachen gleitenden Durchschnitte um 0,7070 und die steigende Trendlinie bei 0,7028 gebildet wird, tiefere Unterstützung bei etwa 0,6902 freilegen, während ein anhaltender Bruch nach unten den früheren Trendlinienbruch-Bereich um 0,6381 als weiter entfernten strukturellen Boden hinterlassen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.