Der Aussie Dollar notiert nahe Zweimonatshochs von 0,7129, gestützt von einem schwächeren US Dollar, angesichts eines dünnen US-Wirtschaftskalenders nach den schwächeren Einzelhandelsumsätzen der vergangenen Woche. AUD/USD notiert bei 0,7106 und legt um 0,32% zu.
Die Stimmung bleibt gemischt, während die Preise für Rohöl nach Nachrichten höher tendierten, wonach US-Präsident Donald Trump sagte, dass er es nicht eilig habe, den US-Iran-Krieg zu beenden. Dies entfachte die Inflationssorgen in den USA erneut, da die Renditen von US-Staatsanleihen – insbesondere die Rendite der 30-jährigen Anleihe - Niveaus erreichten, die zuletzt 2007 während der Großen Finanzkrise (GFC) gesehen wurden.
Auf dem US-Wirtschaftskalender stand der NY Fed Empire State Manufacturing Index, der auf den höchsten Stand seit vier Jahren stieg, obwohl die Unterkomponenten ein gemischtes Bild lieferten. Im weiteren Verlauf werden auf dem US-Wirtschaftskalender am 19. August die Protokolle der letzten Sitzung der Federal Reserve folgen, gefolgt von den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und den Flash PMIs am 20. bzw. 21. August.
Am Dienstag, dem 18. August, werden in den USA Daten aus der unteren Kategorie erwartet, wobei Händler die Immobiliendaten und den Bericht der Federal Reserve zur Industrieproduktion im Blick haben. In Australien stehen der Westpac Consumer Confidence für August sowie der Wage Price Index für das zweite Quartal auf dem Kalender, der voraussichtlich um 0,8% QoQ steigen wird, wie bereits im Vorquartal.
Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,7105. Das Paar behält einen bullischen kurzfristigen Bias bei, da es über einem dichten Boden aus steigenden Trendlinien-Unterstützungen handelt, die sich grob zwischen 0,7058 und 0,7087 ballen, während es zudem über den eng beieinander liegenden 50-, 100- und 200-Tage-Simple-Moving-Averages um 0,6992 notiert. Der Kurs testet faktisch eine längerfristige aufsteigende Trendlinie, die nun in der Nähe des Marktes verläuft, und der Relative Strength Index bei 65 deutet auf ein solides, aber noch nicht extremes bullishes Momentum hin, während die Käufer den Anstieg vorantreiben.
Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch die längerfristige steigende Trendlinie definiert, die knapp über dem Spot bei 0,7111 verläuft; ein nachhaltiger Ausbruch nach oben würde den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends öffnen. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung in der aktuellen Trendlinien-Pivot-Zone um 0,7105, gefolgt von einer gestaffelten Bandbreite steigender Unterstützungen bei 0,7087 und 0,7086, mit weiterer Absicherung bei 0,7058; das Cluster der wichtigen Simple Moving Averages um 0,6992 stellt einen tieferen, strategischeren Unterstützungsbereich dar, der fallen müsste, um den insgesamt konstruktiven Ton zu untergraben.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.