TradingKey – Am 17. August (ET) hat das US-Finanzministerium Entwürfe für Regulierungsvorschläge zur Umsetzung des GENIUS Act veröffentlicht und eine 60-tägige öffentliche Konsultationsphase eingeleitet. Ziel ist die Schaffung eines bundesweiten Regulierungsrahmens für Zahlungstablecoins.
Die vorgeschlagenen Regeln konzentrieren sich auf die Definition zweier Aktivitätskategorien: was die „Herausgabe von Zahlungstablecoins in den Vereinigten Staaten“ ausmacht und was das Anbieten oder Verkaufen von Stablecoins an „US-Personen“ darstellt. Diese Definitionen wirken sich direkt darauf aus, wann Emittenten eine Lizenz auf Bundes- oder Einzelstaatsebene erwerben müssen, und klären die Bedingungen, unter denen im Ausland herausgegebene Stablecoins weiterhin US-Nutzern angeboten werden dürfen.
Nach Angaben des Finanzministeriums wird der GENIUS Act voraussichtlich am 18. Januar 2027 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt darf grundsätzlich keine Einheit mehr ohne eine entsprechende Lizenz auf Bundes- oder Einzelstaatsebene Zahlungstablecoins in den USA herausgeben. Bei im Ausland herausgegebenen Stablecoins müssen Anbieter von Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte zudem bestätigen, dass der Emittent über die technische Fähigkeit verfügt, rechtmäßige US-Anordnungen auszuführen, und die gegenseitigen Vereinbarungen zwischen den USA und der Jurisdiktion des Emittenten einhält.
Eine weitere, strengere Beschränkung wird am 18. Juli 2028 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Anbieter von Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte US-Nutzern grundsätzlich keine Zahlungstablecoins mehr anbieten oder verkaufen, die von einem nicht lizenzierten Emittenten herausgegeben wurden. Diese Regelung wird Kryptowährungsbörsen, Wallet-Anbieter und andere Unternehmen der Branche für digitale Vermögenswerte betreffen.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass das Finanzministerium mit der Verordnung den Unternehmen klarere regulatorische Erwartungen bieten möchte, um Innovationen und Unternehmenswachstum zu fördern und gleichzeitig die Stellung des US-Dollars als weltweite Reservewährung zu stärken.

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Die Veröffentlichung dieser Regeln erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Krypto-Politik in eine intensive Phase eintritt. Das Weiße Haus plant Treffen mit Führungskräften von Unternehmen wie Coinbase, Ripple, Polymarket und Gemini, während die Beratung über einen weiteren Gesetzentwurf zur Regulierung des Marktes für digitale Vermögenswerte nach der Kongresspause voraussichtlich wieder aufgenommen wird. Allerdings handelt es sich bei den Veröffentlichungen des Finanzministeriums noch um einen Regelungsentwurf, und die endgültigen regulatorischen Anforderungen können auf der Grundlage öffentlicher Stellungnahmen noch angepasst werden.