Das Währungspaar GBP/JPY dürfte die Montagssitzung mit einem Plus von über 0,14% beenden, da sich Händler auf den Beginn der asiatischen Sitzung am Dienstag vorbereiten. Das Währungspaar ist über den 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 215,52 gestiegen, was oft als Ausbruch gilt, der den Weg für weitere Aufwärtsbewegungen öffnet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Paar leicht unter 216,00.
GBP/JPY hat ein Zehn-Tage-Hoch von 216,16 erreicht, kann sich jedoch nicht über 216,00 halten. Dennoch hat sich das Momentum nach oben verschoben, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt. Der RSI ist zwar bullisch, hat sich jedoch abgeflacht, was auf eine weitere Konsolidierung hindeutet, bevor die nächste Aufwärtsbewegung einsetzt.
Wenn GBP/JPY über 216,00 steigt, ist mit einer Bewegung in Richtung einer abwärts gerichteten Widerstandstrendlinie nahe 217,50/65 zu rechnen. Oberhalb dieses Bereichs folgt zunächst 217,00, danach das Tageshoch vom 9. Juli (HOD) bei 218,01.
Fällt GBP/JPY hingegen unter den 50-Tage-SMA, steht eine Bewegung in Richtung des 100-Tage-SMA bei 214,65 auf dem Plan. Ein Durchbruch unter Letzteren würde den 200-Tage-SMA bei 212,32 freilegen.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.