GBP/USD legt am Montag leicht zu, da nachlassende Erwartungen an eine bevorstehende Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) den US Dollar (USD) belasten und das Britische Pfund (GBP) auf den höchsten Stand seit dem 12. Mai heben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Paar bei rund 1,3555 und baut damit seine Erholung seit Ende Juli aus, nachdem es mehrere wichtige gleitende Durchschnitte überwunden hat.
Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert nach einem Tief bei 99,30, dem niedrigsten Stand seit dem 5. Juni, bei rund 99,45.
Strategen der UOB Group räumen ein, dass ihre jüngste Umstellung auf eine neutrale Haltung gegenüber GBP "verfrüht" gewesen sei, nachdem das Pfund "stark gestiegen ist und den wichtigen Widerstand bei 1,3555 durchbrochen hat (das Hoch lag bei 1,3561)." Der anschließende Ausbruch auf der Oberseite war zwar "nicht so eindeutig" wie von ihnen bevorzugt, ist aber dennoch "ausreichend, um anzuzeigen, dass die Aufwärtstendenz intakt bleibt", obwohl UOB warnt, dass "jeder Anstieg auf festen Widerstand bei 1,3600 stoßen dürfte." Für ihren 1-3-Wochen-Horizont beurteilen sie nun, dass "nur ein Bruch von 1,3495 (‚starkes Unterstützungsniveau‘) darauf hindeuten würde, dass GBP noch nicht bereit ist, sich in Richtung 1,3600 zu bewegen."

Aus technischer Sicht behält GBP/USD eine bullische Tendenz bei, da das Paar über den 50-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) bleibt.
Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart liegt bei 64,9 und zeigt ein solides bullisches Momentum, ohne in den überkauften Bereich vorzudringen. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator bleibt im positiven Bereich und deutet darauf hin, dass die Käufer die kurzfristige Richtung weiterhin kontrollieren.
Unterdessen signalisiert der Average Directional Index (ADX) bei 27,6, dass der zugrunde liegende Aufwärtstrend an Stärke gewinnt, was den konstruktiven Ausblick unterstützt, solange das Paar über dem Cluster der gleitenden Durchschnitte bleibt.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei der psychologischen Marke von 1,3600, gefolgt von 1,3700. Ein nachhaltiger Durchbruch über 1,3700 könnte den Weg für einen Test von 1,3850, dem Jahreshoch, öffnen.
Auf der Unterseite bietet die psychologische Marke von 1,3500 erste Unterstützung. Die nächste Nachfragezone liegt zwischen 1,3417 und 1,3378, wo sich die wichtigen gleitenden Durchschnitte ballen. Eine tiefere Korrektur könnte 1,3300 und anschließend 1,3150 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.