USD/JPY handelt am Montag mit schwachem Ton nahe dem Bereich um 156,90, da der japanische Yen (JPY) den Großteil der Gewinne hält, die er Ende letzter Woche erzielt hatte, als Interventionen der japanischen Behörden und eine relativ hawkische geldpolitische Ankündigung der Bank of Japan (BoJ) einen deutlichen Rückgang des Paares auslösten.
Die Spekulation, dass die Behörden weiterhin am Markt aktiv sind, begrenzt weiterhin Erholungsversuche. Die japanischen Behörden haben die Operation der vergangenen Woche nicht bestätigt, doch mehrere Nachrichtenagenturen berichteten über die Intervention am vergangenen Freitag auf Grundlage von Interviews mit Quellen, die der BoJ nahe stehen. Beamte des Finanzministeriums haben ihre Kommentare auf Warnungen beschränkt, dass übermäßige, einseitige Bewegungen unerwünscht seien und dass sie bereit stünden, gegen ungeordnete Marktbedingungen vorzugehen. Diese bewusste Mehrdeutigkeit hält Händler davon ab, große Yen-Short-Positionen wieder aufzubauen, während die Liquidität um die runden Marken, an denen die Intervention mutmaßlich durchgeführt wurde, dünner wird.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung des Protokolls der geldpolitischen Sitzung der BoJ während der asiatischen Sitzung am Mittwoch, das die Juni-Sitzung abdeckt und sowohl dem Interventionsereignis als auch dem Zinsentscheid der vergangenen Woche vorausgeht. Auch wenn das Dokument zeitlich zurückliegt, werden Anleger es auf Hinweise darauf prüfen, dass die im jüngsten Abstimmungsergebnis sichtbare hawkische Tendenz bereits innerhalb des Gremiums an Fahrt gewann. Jeder Hinweis darauf, dass ein breiterer Kreis von Mitgliedern bereits auf Aufwärtsrisiken für die Inflation hingewiesen hatte, würde die Argumente für eine weitere Zinserhöhung stärken und dem Yen eine zusätzliche Stütze verleihen.
Die BoJ beließ ihren kurzfristigen Zinssatz vergangene Woche mit 8 zu 1 Stimmen unverändert bei 1,00%, wobei Gouverneur Kazuo Ueda signalisierte, dass die Zentralbank das Tempo der Straffung beschleunigen könnte und nicht hinter der Inflationsentwicklung zurückbleiben werde. Die Märkte haben daraufhin den erwarteten Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung vorgezogen und damit den Zinsunterschied verringert, der das Paar in diesem Jahr auf Mehrjahreshöchststände getrieben hat.
Auf der anderen Seite steht am Mittwoch die Veränderung der ADP-Beschäftigung in den Vereinigten Staaten (US) an, wobei der Indikator für die privaten Beschäftigtenzahlen im Juli auf 70K nach 98K im Juni zurückgehen dürfte. Ein Wert im Rahmen oder unter dieser Schätzung würde auf einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt hindeuten und könnte die jüngste Erholung der Renditen von US-Staatsanleihen untergraben, was den Druck auf USD/JPY zusätzlich erhöhen würde.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert USD/JPY bei 157,02 und behält einen bärischen kurzfristigen Bias bei, da das Paar sowohl unter dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 160,36 als auch unter dem 100-Perioden-SMA bei 162,32 bleibt. Das Paar versucht, sich nach dem jüngsten Rückgang zu stabilisieren, doch der Abwärtsdruck bleibt offensichtlich, wobei der Relative Strength Index (RSI) nahe dem überverkauften Bereich um 23 verharrt und darauf hindeutet, dass das Verkaufs-Momentum zwar überdehnt sein könnte, aber noch nicht eindeutig umgekehrt wurde.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei 157,15, gefolgt von der jüngsten horizontalen Begrenzung bei 157,94; eine Erholung über diese Niveaus wäre erforderlich, um den aktuellen bärischen Ton zu mildern. Auf der Unterseite befindet sich die erste Unterstützung bei 156,30, vor einer stärkeren Untergrenze bei 155,24, und ein nachhaltiger Bruch unter diese Niveaus würde die breitere Korrekturphase des Paares bestätigen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)