USD/CHF legt am Montag leicht zu, da schwächere Schweizer Inflationsdaten und eine moderate Erholung des US-Dollars (USD) auf dem Schweizer Franken (CHF) lasten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Paar bei rund 0,8109 und damit 0,38% höher als am Tag.
Strategen bei Brown Brothers Harriman heben hervor, dass „die Schweizer VPI-Inflation im Juli gedämpft bleibt“, wobei die Inflationsdaten das Ausbleiben von Preisdruck in der Wirtschaft unterstreichen. Sie merken an, dass „im Einklang mit den Konsenserwartungen der Gesamt-VPI bei 0,4% im Jahresvergleich lag gegenüber 0,5% im Juni, während der Kern-VPI im vierten Monat in Folge bei 0,3% im Jahresvergleich blieb.“
Vor diesem Hintergrund kommt BBH zu dem Schluss, dass die „Kernaussage lautet: Die SNB hat reichlich Spielraum, die Zinsen noch einige Zeit bei 0,00% zu belassen, was den CHF weiterhin belastet“, und fügt hinzu, dass der Franken derzeit „die bislang schwächste G10-Währung in diesem Quartal“ ist.
Auf US-Seite zeigt der Greenback nach dem Ausverkauf der vergangenen Woche Anzeichen einer Stabilisierung, ausgelöst durch koordinierte Interventionen aus Washington und Tokio, um der übermäßigen Schwäche des japanischen Yen (JPY) entgegenzuwirken. Stärker als erwartet ausgefallene Daten zum US ISM-Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe geben dem Greenback etwas Unterstützung.
Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,96 und erholt sich damit von einem Intraday-Tief bei 99,42, dem schwächsten Stand seit dem 15. Juni.
Auf dem Tages-Chart testet USD/CHF den 21-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei rund 0,8110 erneut, nachdem das Paar in der vergangenen Woche darunter gefallen war. Das Paar liegt über dem 50-Tage- und 100-Tage-SMA, was den breiteren Ausblick leicht konstruktiv hält.
Das Momentum ist gemischt, wobei der Relative Strength Index (14) nahe einem neutralen Wert von 52,5 verharrt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) weiterhin im negativen Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtspotenzial kurzfristig eher stetig als explosiv sein dürfte.
Auf der Oberseite würde ein Tagesschluss über dem 21-Tage-SMA die psychologische Marke von 0,8200 wieder in den Fokus rücken. Ein entscheidender Durchbruch über diesen Bereich könnte den Weg für weitere Gewinne ebnen.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 21-Tage-SMA bei rund 0,8110, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei 0,8038, vor der horizontalen Unterstützung nahe 0,8000 und dem 100-Tage-SMA bei 0,7955.
Solange USD/CHF über dieser gestaffelten Nachfragezone bleibt, dürfte das Paar weiterhin mit einer leicht bullischen Tendenz gehandelt werden, wobei ein entscheidender Bruch unter 0,8000 nötig wäre, um den breiteren konstruktiven Ton zu schwächen und tiefere Retracements offenzulegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.