Samsung Electronics fällt um über 10 %: Tesla AI5-Chip-Tape-out kann Sektor-Abverkauf nicht stoppen

Quelle Tradingkey

TradingKey - Während des asiatischen Handels am 13. Juli erlitten südkoreanische Aktien einen „Schwarzen Montag“. Trotz Berichten, dass Samsung Electronics das Tape-out von Teslas AI5-Chip abgeschlossen hat und die Produktion vorbereitet, schloss die Aktie des Unternehmens über 10 % im Minus und führte die Verluste im KOSPI-Index an. Die südkoreanische Börse (Korea Exchange) löste die intraday Handelsunterbrechung „SIDECAR“ aus, um programmgesteuerte Verkäufe vorübergehend zu stoppen.

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[Quelle: Futu]

Was die Nachrichtenlage betrifft, so bestätigte James Kim, ein leitender Ingenieur bei Samsung Foundry, laut südkoreanischen Medienberichten in einem LinkedIn-Beitrag, dass das Tape-out des Tesla AI5-Chips abgeschlossen ist. Der Chip soll im 2-Nanometer-Verfahren von Samsung in dessen Werk in Taylor, Texas, hergestellt und bald in die neuesten Produkte von Tesla integriert werden. Branchenanalysten merkten an, dass dies die Erwartungen des Marktes bestätigt, wonach die Yield-Quote von Samsung im 2-Nanometer-Bereich die Marke von 60 % überschritten hat. Samsung reagierte jedoch mit der Erklärung, dass man Angelegenheiten, die Kunden betreffen, nicht kommentiere. Dem Zeitplan von Tesla zufolge soll die Massenproduktion des AI5 im Jahr 2027 anlaufen, wobei der Fokus zunächst auf dem humanoiden Roboter Optimus und KI-Supercomputern liegt.

Allerdings gelang es den positiven Foundry-Nachrichten für Samsung Electronics nicht, die Marktstimmung zu stabilisieren. Die heutige Panik wurde durch eine Gewinnwarnung des Konkurrenten SK Hynix ausgelöst, die den gesamten südkoreanischen Halbleitersektor nach unten zog. Am selben Tag veröffentlichte Korea Investment & Securities (KIS) einen Bericht, der das Betriebsergebnis von SK Hynix für das zweite Quartal auf 60,4 Billionen Won prognostizierte. Obwohl dies einen massiven Anstieg von 556 % im Jahresvergleich darstellt, liegt es um etwa 8 % unter der Konsensschätzung des Marktes von 65 Billionen Won.

KIS erklärte in seinem Bericht, dass der Hauptgrund für das Verfehlen der Erwartungen darin liege, dass HBM einen zu hohen Anteil am Umsatz von SK Hynix ausgemacht habe, während das Wachstum des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) hinter dem Marktdurchschnitt zurückblieb. Dennoch hielt der Bericht an einem optimistischen Ausblick fest und prognostizierte, dass der ASP wieder auf den Marktdurchschnitt zurückkehren wird, sobald HBM4 im dritten Quartal in die Massenproduktion geht. Gleichzeitig wurde die Einstufung „Kaufen“ („Buy“-Rating) und das Kursziel von 3,8 Millionen Won bestätigt. Belastet hierdurch brachen die Aktien von SK Hynix bis zum Handelsschluss um über 15 % ein.

Obwohl Samsung Electronics nicht das direkte Ziel der Herabstufung war, erlitt das Unternehmen einen „Kollateralschaden“. Analysten wiesen darauf hin, dass Samsung bereits im Bereich der fortschrittlichen Foundry-Auftragsfertigung unter starkem Druck von TSMC steht. Nun, da die Logik der hohen HBM-Preise infrage gestellt wird und die optimistischen Erwartungen für den Speicherchip-Zyklus ins Wanken geraten, fehlen Samsung nicht nur kurzfristige Gewinnkatalysatoren, sondern das Unternehmen muss auch den Druck einer Abwärtsverschiebung der allgemeinen Bewertungsmultiplikatoren der Branche verkraften.

Die Bank of Korea veröffentlichte an diesem Tag eilig einen Bericht, in dem sie Marktsorgen zurückwies, wonach „der Chipzyklus seinen Höhepunkt erreicht“ habe. Dies beruhigte die Marktstimmung jedoch nur vorübergehend, und der Index beschleunigte in der Folge seinen Rückgang.

Auch die politische Unterstützung konnte das Vertrauen nicht stärken. Am 13. Juli leitete Präsident Lee Jae-myung eine nationale Haushaltsstrategietagung, um sich auf die Investitionsrichtungen für „drei große Superprojekte“ (Halbleiter, physische KI und KI-Rechenzentren) zu konzentrieren, wobei die Regierungspartei Unterstützung durch Gesetze und Budgetzuweisungen versprach. Unter dem doppelten Schlag kurzfristiger Ergebnis-Herabstufungen und Gewinnmitnahmen war der langfristige politische Rückenwind jedoch offensichtlich nicht in der Lage, die unmittelbare Marktpanik auszugleichen.

Bis zum Handelsschluss fiel der südkoreanische KOSPI-Index um fast 9 % und rutschte unter die Marke von 6.900 Punkten. Samsung Electronics verlor 10,7 %, während SK Hynix um 15,37 % einbrach, womit beide Chip-Giganten neue jüngste Tiefststände erreichten.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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