Das EUR/JPY-Paar handelt während der asiatischen Handelsstunden am Montag im positiven Bereich um 184,65. Das potenzielle Aufwärtspotenzial für das Paar könnte jedoch begrenzt sein, da erhöhte geopolitische Spannungen im Nahen Osten eine Fluchtwährung stärken könnten.
Darüber hinaus könnte Spekulationen über inländische Vermögensverschiebungen den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Euro (EUR) stützen. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Freitag, dass die Regierung Maßnahmen verfolgt, die den Government Pension Investment Fund (GPIF) einschließen würden, um „wesentlich größere Investitionen in japanische Finanzanlagen“ zu tätigen. Analysten sagten, dieser Schritt könnte der angeschlagenen Währung mehr Unterstützung bieten als Interventionen.
Im Tages-Chart behält EUR/JPY einen leicht bärischen kurzfristigen Ton bei, da der Kurs unter dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und der mittleren Linie der 20-Tage Bollinger-Bänder notiert. Das Paar bewegt sich in der unteren Hälfte der jüngsten Volatilitätsbandbreite, wobei das untere Bollinger-Band als nächste Abwärtsreferenz dient, während der Relative Strength Index (RSI) bei 47,6 knapp unter der neutralen 50er-Linie liegt, was auf einen gedämpften, konsolidierenden Abwärtsdruck statt auf einen starken Trend hindeutet.
Auf der Oberseite entsteht der erste Widerstand im Bereich 184,80-184,85, der die mittlere Linie der 20-Tage Bollinger-Bänder und den 100-Tage SMA darstellt. Ein Tagesschlusskurs über diesem gebündelten Band wäre erforderlich, um die aktuelle Abwärtsneigung zu verringern und das obere Bollinger-Band nahe 186,12 freizugeben. Auf der Unterseite ist die erste nennenswerte Unterstützung das untere Bollinger-Band bei 183,53, wo Käufer versuchen könnten, den Rückgang zu verlangsamen; ein Bruch unter dieses Niveau würde die bärische Neigung verstärken und den Weg für eine tiefere Korrekturbewegung öffnen.
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Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.