Das Währungspaar AUD/JPY handelt am Montag während der frühen europäischen Handelsstunden im positiven Bereich um 113,05. Eine hawkische Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) stützt den australischen Dollar (AUD) gegenüber dem japanischen Yen (JPY).
RBA-Gouverneurin Michele Bullock betonte letzte Woche, dass die australische Zentralbank weiterhin strikt darauf fokussiert ist, die Inflation einzudämmen, nachdem sie Anfang des Jahres drei Zinserhöhungen vorgenommen hat, die den Leitzins auf 4,35 % anhoben. Bullock erklärte weiter, dass die Inflation zu hoch sei und das Board alles tun werde, was es für notwendig hält, um das Mandat zur Gewährleistung von Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu erfüllen.
Das potenzielle Aufwärtspotenzial für das Währungspaar könnte jedoch angesichts von Interventionsbefürchtungen seitens der japanischen Behörden begrenzt sein. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Freitag, dass die Behörden die Situation beobachten und sich das Recht vorbehalten, „entschlossene Maßnahmen“ zu ergreifen und „jederzeit angemessen zu reagieren“ bei übermäßiger Volatilität.
Im Tages-Chart hält sich AUD/JPY in einer konstruktiven Haltung oberhalb des 100-Tage-Simple Moving Average, während das untere Bollinger-Band in der Nähe einen Abwärtsschutz bietet und den übergeordneten Aufwärtstrend trotz des jüngsten Pullbacks von den Höchstständen intakt hält. Der Relative Strength Index (RSI) bei 43,94 ist unter die neutrale 50-Linie gefallen, was auf ein nachlassendes bullishes Momentum hinweist, aber noch keine eindeutige Trendwende signalisiert, da der Kurs weiterhin komfortabel über dem wichtigen Durchschnitt liegt.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am mittleren Bollinger-Band bei rund 113,90, während das obere Bollinger-Band bei 114,90 als nächstes bullishes Ziel fungiert, falls die Käufer die Kontrolle zurückgewinnen. Auf der Unterseite würde ein Tagesschlusskurs unterhalb der unteren Bandgrenze bei 112,90 den 100-Tage-SMA bei 111,60 freilegen, wo mit stärkerer Nachfrage zu rechnen wäre, während die mittelfristige bullishe Struktur oberhalb dieses Niveaus erhalten bleibt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.