EUR/USD handelt am Freitag im Bereich von 1,1370 niedriger und tut sich trotz stärker als erwartet ausgefallener Daten zur Geschäftstätigkeit in der Eurozone schwer. Der US-Dollar-Index (DXY) bleibt nahe 101,50 fester und bietet dem Paar nur begrenzte Unterstützung.
Der vorläufige HCOB Composite Einkaufsmanager-Index (EMI) für Deutschland stieg im Juli auf 51,2 von 49,5, übertraf damit die Erwartungen von 49,8 und kehrte in den Expansionsbereich zurück. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe verbesserte sich auf 52,2 von 50,3, während der EMI für den Dienstleistungssektor auf 49,6 von 48,6 stieg, aber unter der Schwelle von 50,0 blieb, die Expansion von Kontraktion trennt.
Auch die Aktivität in der breiteren Eurozone legte zu. Der Composite EMI stieg von 50,0 auf 51,9 und übertraf damit die Prognose von 50,3. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe kletterte auf 52,0, während der EMI für den Dienstleistungssektor deutlich auf 51,6 von 49,4 stieg, was darauf hindeutet, dass der Dienstleistungssektor wieder in den Expansionsbereich zurückkehrte.
Der vorläufige S&P Global EMI für das verarbeitende Gewerbe in den Vereinigten Staaten (USA) gab auf 53,8 nach und verfehlte die Erwartungen von 54,5, während der EMI für den Dienstleistungssektor von 51,2 auf 53,6 sprang und damit die Prognose von 51,0 deutlich übertraf. Der starke Wert für den Dienstleistungssektor könnte die Renditen von US-Staatsanleihen stützen und einen stärkeren Rückgang des Greenback verhindern.
Auch die Risikostimmung verbesserte sich nach Berichten, wonach Pakistan und Iran einen möglichen Weg zu erneuten US-Iran-Verhandlungen im Rahmen einer von China unterstützten diplomatischen Initiative ausloten. Eine mögliche Verringerung der regionalen Spannungen hat zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise beigetragen und die Nachfrage nach sicheren Häfen für den US-Dollar etwas verringert, obwohl weiterhin erhebliche Hindernisse für Verhandlungen bestehen.
Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die Sitzung der Federal Reserve (Fed) am 28. bis 29. Juli. Es wird erwartet, dass die Fed ihren Zielkorridor bei 3,50%–3,75% belässt. Die Sitzung wird keine neuen Wirtschaftsprognosen oder einen aktualisierten Dot Plot enthalten, sodass die geldpolitische Erklärung und die Pressekonferenz von Vorsitzendem Kevin Warsh die wichtigsten Impulse für EUR/USD liefern werden.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert EUR/USD bei 1,1369 mit einer kurzfristig bärischen Tendenz und bleibt unter dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 1,1397 sowie dem 100-Perioden SMA bei 1,1422. Das Paar handelt zudem unter den nahegelegenen horizontalen Begrenzungen bei 1,1387 und 1,1391, was die Oberseite weiter deckelt, während der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 37 liegt und auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet, aber noch keine überverkauften Bedingungen signalisiert.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung knapp unter dem Markt bei 1,1368 und 1,1366, wobei ein Bruch den Weg für eine Ausweitung des jüngsten Rückgangs öffnen würde. Auf der Oberseite ist eine Erholung über die Spanne von 1,1387–1,1391 erforderlich, um den unmittelbaren Druck zu mindern, wobei der 20-Perioden SMA bei 1,1397 dann als nächste Hürde vor dem 100-Perioden SMA bei 1,1422 fungieren würde, dessen Überwindung nötig wäre, um die breitere bärische Struktur in Frage zu stellen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)