Japanischer Yen steigt leicht auf nahe 159,00, da USA und Iran Friedensfortschritte signalisieren

Quelle Fxstreet
  • Das Paar USD/JPY gibt im frühen asiatischen Handel am Montag auf rund 158,90 nach. 
  • Die USA und der Iran haben Fortschritte erzielt, aber noch keinen Friedensvertrag zur Beendigung des dreimonatigen Krieges abgeschlossen.
  • Händler sind wegen einer möglichen weiteren Intervention japanischer Behörden in höchster Alarmbereitschaft. 

Das Paar USD/JPY fällt im frühen asiatischen Handel am Montag auf rund 158,90. Fortschritte in den Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran zur Beendigung des Nahostkonflikts belasten den US-Dollar (USD) gegenüber dem japanischen Yen (JPY).

Hochrangige US-Beamte erklärten am Sonntag, dass sich die USA und der Iran auf einen Deal zubewegen, der die Öffnung der Straße von Hormus wieder ermöglichen würde, so Bloomberg. US-Außenminister Marco Rubio sagte, dass eine Vereinbarung mit dem Iran regionale Unterstützung gefunden habe, aber wichtige Fragen könnten nicht „innerhalb von 72 Stunden auf einer Serviette“ geklärt werden. Seine Äußerungen folgten auf Trumps Aussage, er sei „nicht in Eile, überstürzt einen Deal“ mit dem Iran zur Beendigung des dreimonatigen Krieges abzuschließen.

Washington und Teheran haben sich grundsätzlich darauf geeinigt, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Märkte warten weiterhin auf eine Bestätigung, ob die militärische Blockade der US-Regierung aufgehoben wird.

Die Händler sind in höchster Alarmbereitschaft, da sich das Paar der kritischen Marke von 160,00 nähert, die weithin als „Linie im Sand“ gilt, an der japanische Behörden voraussichtlich eingreifen werden, um Devisenmarktinterventionen durchzuführen. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte letzte Woche, dass Japan jederzeit bereit sei, gegen übermäßige Volatilität am Devisenmarkt vorzugehen, dabei jedoch sicherstellen werde, dass jede Intervention so durchgeführt wird, dass ein Anstieg der US-Staatsanleihenrenditen vermieden wird. 

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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