Das Währungspaar GBP/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Montag an Fahrt und nähert sich der Marke von 1,3480. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) ab, da die Vereinigten Staaten (USA) und der Iran Fortschritte im Friedensprozess signalisieren. Die Handelsvolumina werden aufgrund eines Marktschlusses zum Memorial Day in den USA voraussichtlich gering ausfallen.
Hochrangige US-Beamte erklärten am Sonntag, dass Washington und Teheran kurz vor einer Einigung stehen, die die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ermöglichen würde, während US-Präsident Donald Trump laut Bloomberg sagte, er werde sich mit einer Vereinbarung nicht „überstürzen“. Anzeichen für Fortschritte im US-iranischen Friedensabkommen könnten dem risikoreicheren Vermögenswert, wie dem GBP gegenüber dem USD, kurzfristig etwas Unterstützung bieten.
Dennoch „schwebt die Bedrohung eines erneuten Kriegs mit dem Iran weiterhin groß“ über der Lage, da Trump weiterhin die Möglichkeit offenlässt, militärische Angriffe zu starten. Der US-Präsident erklärte, dass die US-Blockade in der Straße von Hormus „in vollem Umfang bestehen bleibt, bis eine Vereinbarung erreicht, zertifiziert und unterzeichnet ist.“
Schwächere Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich sowie ein unerwarteter Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,0 % haben die Händler veranlasst, die Erwartungen an künftige Zinserhöhungen der Bank of England (BoE) bis Dezember zurückzuschrauben. Dies könnte wiederum den Aufwärtstrend des Cable begrenzen. BoE-Politiker Alan Taylor sagte, dass ein „verlängertes Halten“ wahrscheinlich ausreichend sei, und fügte hinzu, dass die sekundären inflationsbedingten Auswirkungen weniger schwerwiegend seien als jene während der russisch-ukrainischen Invasion 2022, bedingt durch einen abkühlenden heimischen Arbeitsmarkt.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.