Euro gibt nach und nähert sich 1,1600 aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD fällt im frühen asiatischen Handel am Montag auf fast 1,1615.
  • Trump warnte den Iran, dass die „Uhr tickt“, da die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges ins Stocken geraten sind.
  • Ökonomen erwarten im Juni eine Zinserhöhung der EZB um einen Viertelpunkt.

Das Paar EUR/USD handelt am Montag im frühen asiatischen Handel im negativen Bereich um 1,1615. Der Euro (EUR) setzt den Rückgang fort, da der anhaltende US-iranische Konflikt risikoreiche Vermögenswerte belastet. Händler erwarten die vorläufigen Daten zum Einkaufsmanager-Index (EMI) aus der Eurozone und den USA, die am Donnerstag veröffentlicht werden.

Iranische Medien berichteten am Sonntag, dass die USA in ihrer Antwort auf die jüngsten Vorschläge Teherans zur Beendigung des Konflikts keine konkreten Zugeständnisse gemacht hätten. Die Nachrichtenagentur Fars erklärte, Washington habe fünf Hauptbedingungen für einen Friedensvertrag gestellt, darunter die Überführung von Uran, das vom iranischen Atomprogramm verwendet wird, in die USA, keine US-Entschädigungen an Teheran und die Freigabe von weniger als einem Viertel der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte.

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran am Sonntag, „in Bewegung zu kommen“ oder offenbar mit neuen Konsequenzen zu rechnen. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten weiterhin eine sichere Hafenwährung wie den US-Dollar (USD) stärken und dem wichtigen Paar Gegenwind verschaffen.

Auf der anderen Seite deuteten die Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Zinserhöhung an, um hartnäckige Inflationserwartungen zu dämpfen. Dies könnte wiederum dazu beitragen, die Verluste der Gemeinschaftswährung zu begrenzen. Die Mehrheit der Ökonomen in der Reuters-Umfrage, etwa 85 %, gab an, dass die EZB im Juni ihren Einlagenzins um 25 Basispunkte (bps) auf 2,25 % anheben wird, gegenüber etwas mehr als der Hälfte, die dies vor der April-Sitzung erwartet hatte.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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