Das Währungspaar AUD/JPY hält sich im frühen europäischen Handel am Mittwoch stabil nahe 114,10. Händler bevorzugen es, vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Donnerstag und Freitag in Peking abzuwarten. Positive Entwicklungen rund um den Trump-Xi-Gipfel könnten den China-Proxy Aussie kurzfristig stützen.
Darüber hinaus könnte eine hawkische Geldpolitik der Reserve Bank of Australia (RBA) den Australischen Dollar (AUD) nach oben treiben. „Unsere Ökonomen erwarten, dass die RBA in einem ‚Abwarten-und-Beobachten‘-Modus verharrt; jedoch könnte zusätzliche inländische fiskalische Unterstützung die Wahrscheinlichkeit weiterer Straffungen erhöhen“, erklärten die Ökonomen von HSBC.
Allerdings könnten Befürchtungen weiterer Währungsinterventionen durch japanische Behörden den Japanischen Yen (JPY) stützen und den Aufwärtstrend des Währungspaares begrenzen. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama und US-Finanzminister Scott Bessent bestätigten eine enge Abstimmung zur Steuerung der Währungsvolatilität.
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz, da es sich oberhalb des 20-Tage-Bollinger-Simple Moving Average (SMA) und deutlich über dem 100-Tage-SMA konsolidiert, was darauf hindeutet, dass der übergeordnete Aufwärtstrend trotz des jüngsten Rücksetzers von den Höchstständen intakt bleibt. Der Relative Strength Index (14) bei etwa 60 befindet sich im positiven Bereich, ohne jedoch überkaufte Bedingungen anzuzeigen, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum noch vorhanden, aber nicht überdehnt ist.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band, das nun nahe 114,85 verläuft, und ein Tagesschluss über dieser Barriere würde den Weg für eine weitere Aufwärtsbewegung im vorherrschenden Aufwärtstrend öffnen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band um 113,75 gesehen, gefolgt vom unteren Band nahe 112,65, während der 100-Tage-SMA bei 110,05 eine tiefere, strategischere Unterstützung darstellt, die die breitere bullische Struktur schützt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.