Euro bewegt sich kaum gegenüber dem japanischen Yen, da die Risikoaversion zunimmt

Quelle Fxstreet
  • EUR/JPY bleibt stabil, während der Euro fällt und die Schwäche des Yen ausgleicht.
  • Die OECD prognostiziert, dass die Bank of Japan die kurzfristigen Leitzinsen bis Ende 2027 auf 2 % anheben wird.
  • Bundesbankpräsident Joachim Nagel warnte, dass steigende Energiekosten eine Zinserhöhung der EZB zunehmend wahrscheinlich machen.

EUR/JPY bleibt nach moderaten Verlusten am Vortag unverändert und notiert während der asiatischen Handelszeit am Mittwoch um die Marke von 185,00. Das Währungspaar bleibt stabil, da der Rückgang des Euro (EUR) durch eine Welle der Risikoaversion infolge nachlassender Hoffnungen auf Frieden im Nahen Osten getrieben wird, was die Schwäche des japanischen Yen (JPY) effektiv ausgleicht.

Der japanische Yen könnte jedoch gegenüber seinen wichtigsten Handelspartnern an Boden gewinnen, da der April-Bericht der Bank of Japan (BoJ) zur Meinungszusammenfassung zeigt, dass die Entscheidungsträger bereits bei der nächsten Sitzung weitere Zinserhöhungen in Erwägung ziehen, die vor allem durch Inflationsrisiken im Zusammenhang mit steigenden Ölpreisen getrieben werden.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat empfohlen, dass Japan vor allem Steuererhöhungen auf den Konsum nutzt, um seine Staatseinnahmen zu stärken. Auf monetärer Ebene wird erwartet, dass die Bank of Japan (BoJ) die kurzfristigen Leitzinsen bis Ende 2027 auf 2 % anhebt, wobei sie jedoch flexibel genug bleiben muss, um das Tempo und die Laufzeit ihrer Anleihekäufe anzupassen, falls es zu Störungen auf den Finanz- oder Anleihemärkten kommt.

Der Euro könnte zudem von einem hawkischen Ton in Bezug auf den geldpolitischen Ausblick der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren. Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte am Mittwoch, dass die Wahrscheinlichkeit steige, dass die Zentralbank aufgrund des Iran-Kriegs die Kreditkosten anheben müsse. Unterdessen sagte EZB-Ratsmitglied Martin Kocher am Montag, dass es keinen Grund gebe, die Zinserhöhungen zu verzögern, sofern sich die Energiepreise nicht rasch verbessern.

Bei den Daten stieg Japans Leistungsbilanzüberschuss im März auf 4.681,5 Mrd. JPY von 3.625,3 Mrd. JPY im gleichen Monat des Vorjahres. Diese Zahlen übertrafen die Markterwartungen von 3.879 Mrd. JPY und markieren den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Händler warten nun auf die vierteljährlichen Bruttoinlandsprodukt- (BIP) und Beschäftigungsdaten der Eurozone für das erste Quartal 2026, die später am Tag veröffentlicht werden.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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