Das Währungspaar AUD/JPY gewinnt in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag bis auf rund 114,25 an Boden. Der Australische Dollar (AUD) stärkt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY), da die Verbraucherpreisinflation (CPI) in Australien im März stark anstieg, bedingt durch den Krieg im Nahen Osten, der die Energiekosten in die Höhe trieb.
Die am Mittwoch vom Australian Bureau of Statistics (ABS) veröffentlichten Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex im März im Jahresvergleich (YoY) um 4,6 % stieg, nach zuvor 3,7 %. Obwohl die Zahl leicht unter der Prognose von 4,7 % lag, bleibt sie deutlich über dem Zielbereich der Reserve Bank of Australia (RBA), was den Druck auf die Zentralbank erhöht, die Zinsen anzuheben.
Auf der anderen Seite sind die japanischen Behörden wegen möglicher Währungseingriffe in Alarmbereitschaft, was helfen könnte, die Verluste des JPY zu begrenzen. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, dass die Behörden bereitstehen, um entschlossene Maßnahmen gegen spekulative Währungsbewegungen zu ergreifen.
Im Tageschart hält AUD/JPY eine kurzfristig bullische Tendenz aufrecht, da das Paar oberhalb des 20-Tage-Bollinger-Simple Moving Average und des 100-Tage-Exponential Moving Average notiert und den Kurs gut innerhalb eines etablierten Aufwärtstrendkanals verankert. Der 14-Tage Relative Strength Index bei 64,32 befindet sich im positiven Bereich, signalisiert jedoch noch keine extrem überkauften Bedingungen, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum konstruktiv bleibt und Raum für weitere Gewinne lässt.
Auf der Oberseite ergibt sich der unmittelbare Widerstand am Hoch vom 28. April bei 114,72. Die nächste Hürde liegt am oberen Bollinger-Band nahe 115,85, wo die jüngsten Volatilitätsgrenzen weitere Anstiege begrenzen und eine Konsolidierung einleiten könnten. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger-Band um 113,20 gesehen, gefolgt vom unteren Band nahe 110,60 und dem 100-Tage-EMA bei 109,25. Diese Niveaus bilden zusammen eine breitere Nachfragezone, deren Unterschreitung ein tieferes Korrektursegment signalisieren würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.